Kulinarische Spezialitäten auf der Slow Food Messe in Stuttgart.
Bewusster leben Genuss Menschen Umwelt und Natur

Slow Food: Markt des Guten Geschmacks in Stuttgart

Slow Food Messe in Stuttgart vom 31. März bis 3. April 2016

Bei der jährlichen Slow-Food-Leitmesse vom 31. März bis 3. April 2016 in Stuttgart steht das bewusste Erleben von Lebensmitteln  im Vordergrund. Der Markt des guten Geschmacks – Die Slow Food Messe bietet verschiedene Mitmach-Veranstaltungen.

„Beim Markt des guten Geschmacks geht es uns vor allem darum, die Menschen wieder an das Essen und alle damit verbundenen Prozesse heranzuführen. Die Industrialisierung der Lebensmittelindustrie hat zu einer Entfremdung von Mensch und Speise geführt. Viele Verbraucher wissen nicht mehr, auf welcher Weide ‚ihr Steak‘ stand, wie der Bauer das Tier behandelte, womit es gefüttert wurde, oder welcher Metzger wie die Schlachtung vollführte. Fehlendes Wissen um die Lebensmittelproduktion macht es schwer, ‚gute‘ von ’schlechten‘ Produkten zu unterscheiden“, so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Beim Fleisch tragen wir  Verantwortung, das Erzeugnis wertzuschätzen, zum Beispiel durch eine möglichst ganzheitliche Verwertung des geschlachteten Tieres – von Kopf bis Schwanz. Die Erzeugung von Fleisch und tierischen Produkten erfordert viel Arbeit, Kosten und natürliche Ressourcen, aber es geht auch um die Würde des für uns geschlachteten Tieres. Bei der Slow Food Messe widmen sich mehrere Kochwerkstatt-Termine der Ganztierverarbeitung.

Der Edelkrebs, Flusskrebs (Astacus astacus) wird bis zu 20 Jahre alt.
Foto © Andreas Riedmiller Der Edelkrebs, Flusskrebs (Astacus astacus) wird bis zu 20 Jahre alt.

Einzigartiges Qualitätskonzept

Sein beispielloses Qualitätskonzept unterscheidet den „Markt des guten Geschmacks“ von anderen Feinschmecker- und Genussmessen. So müssen alle auf der Messe angebotenen Spezialitäten gemäß der Slow Food Philosophie in traditionell handwerklicher Art, frei von gentechnisch veränderten Rohstoffen, frei von Aromastoffen, frei von Zusatzstoffen (bis auf wenige Ausnahmen) sowie umwelt- und ressourcenschonend hergestellt werden.

Jedes auf dem „Markt des guten Geschmacks“ angebotene Lebensmittel wird bereits im Vorfeld der Messe von den Slow Food Prüfern auf seine Inhalts- und Zusatzstoffe geprüft. Erst wenn sie mit der Qualität des Produktes einverstanden sind, erhalten Aussteller und Produkt die Zulassung zur Messe. Die Prüfer sind dabei zum Teil sogar strenger als die EU-Öko-Verordnung, die in Bio-Produkten immerhin noch 47 der rund 350 in der konventionellen Lebensmittelverarbeitung zugelassenen Stoffe erlaubt.

Die Slow Food Presidi unterstützen traditionelle Qualitätsproduktionen, die vom Verschwinden bedroht sind. Sie bieten technische Unterstützung, organisieren den Erfahrungsaustausch von Produzenten weltweit und helfen den Erzeugern dabei, ihre traditionell hergestellten Produkte in der modernen Wirtschaft zu vermarkten. Es gibt derzeit rund 400 Presidi in mehr als 50 Ländern, davon fünf in Deutschland: der Fränkische Grünkern, die Alblinse, der Weideochse vom Limpurger Rind, das Bamberger Hörnla und der Schaumwein von der Champagner Bratbirne.

Stuttgart
Foto © Andreas Riedmiller Stuttgart „Der Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ öffnet von Donnerstag, 31. März, bis Sonntag, 3. April.

Fotoimpressionen von der vergangenen Slow Food Messe Stuttgart

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