Alte Apfelsorte - Gewürzluiken
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Natur erleben: Streuobstwiesen – Paradies im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb

von Andreas

Mit satten Farben kommt der Herbst als Schwäbischer Indian Summer! Spektakulär ist dieser Oktober! Die Farben der Äpfel leuchten gelb und rot. Früchte biegen Zweige bis zum Boden. Es duftet nach reifem Obst, nach feuchtem Holz, Pilzen. Es ist ein wunderbares Naturerlebnis, durch die herbstlich gefärbten Streuobstwiesen um Schlat, Owen und Kirchheim/Teck zu schlendern.

Im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb wachsen zwei Millionen Obstbäume. Sie bilden einen breiten Gürtel zwischen den Dörfern und der umliegenden Hügellandschaft. Lange Zeit blieb dieser Schatz unbeachtet. Es gab bis 1955 sogar „Rodungsprämien“ für alte Bäume. Streuobstwiesen galten als unrentabel und altmodisch.

Streuobstparadies
Foto © Andreas Riedmiller Im Schlaraffenland der Streuobstwiese.

Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb

Entstanden sind sie in früher Zeit aus Not. Weitsichtige Lehensherren der Albregion erkannten den Wert von Obstbäumen zur Selbstversorgung. Sie haben ihren Untertanen befohlen, Obstbäume zu pflanzen. Wenn geheiratet oder ein Kind geboren wurde, musste ein Obstbaum gepflanzt werden. Wer seine Obstbäume nicht pflegte, wurde wegen Baumfrevels bestraft.

Ohne Pflege und winterlichen Baumschnitt vergreisen die Baumgestalten. Der Baum braucht Licht und Luft. Die Leitäste sollen symmetrisch ausgerichtet sein, damit sie stabil genug sind. Erst dann bilden sich ausreichend Blütenknospen und jährlich viele Früchte.

Birnbäume werden bis zu zwölf Meter hoch. Ihre Wurzeln reichen 12 Meter in den steinigen Boden der Schwäbischen Alb. Hier finden die Baumwurzeln Mineralien für Aromabildung und Wachstum der Früchte. Bis zu 10 Zentner kann ein hundertjähriger Birnbaum liefern.

Schwäbische Alb - Indiensummer in den Streuobstwiesen
Foto © Andreas Riedmiller Schwäbischer Indian Summer
Schwäbische Alb - Apfel in Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Reife Äpfel in einer Streuobstwiese.
In den Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb.
Foto © Andreas Riedmiller Birnbaum (m.), und Kirsche (r.) in einer Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb.
Streuobstwiese - Apfelbaum
Foto © Andreas Riedmiller Reife Äpfel
Fallobst
Foto © Andreas Riedmiller In der Streuobstwiese liegen Äpfel in reicher Fülle.
Biosphärenpark -Streuobstwiese der Schwäbischen Alb
Foto © Andreas Riedmiller Streuobstwiese mit Kirschbäumen in der Schwäbischen Alb
Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb - Apfel
Foto © Andreas Riedmiller In einer Streuobstwiese der Schwäbischen Alb
schwäbische Alb, Biosphärenpark - Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Kirschbäume in einer Streuobstwiese
Im Streuobstwiesenparadies
Foto © Andreas Riedmiller Im Streuobstwiesenparadies
Maria im Streuobstwiesenparadies
Foto © Andreas Riedmiller Maria im Streuobstwiesenparadies
Alte Apfelsorte - Gewürzluiken
Foto © Andreas Riedmiller Korb mit alter Apfelsorte.
Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Streuobstwiese
Jörg Geiger von der Manufaktur Geiger in Schlatt.
Foto © Andreas Riedmiller Jörg Geiger ist auf Suche nach Aromen.

Manufaktur Jörg Geiger in Schlat

Jörg Geiger hebt eine vergorene Birne vom Boden auf, klappt die weiche Frucht mit den Fingerspitzen auseinander und schnuppert hinein. „Das ist ein tolles Aroma. Alte Bäume haben hohes Potential. Die Altersstruktur ist entscheidend für die Qualität. Mostbirnen haben ihr bestes Aroma nach 30-40 Jahren, manche Sorten liefern ihr bestes Aroma mit 120 bis 200 Jahren“, sagt er.

650 Bauern der Umgebung liefern jeden Herbst Obst an die Manufaktur Geiger in Schlat. Die Champagner Bratbirne ist der „Star“ unter den alten Obstsorten. Dafür zahlt Jörg Geiger seinen Bauern Höchstpreise. Für sortenreine Ernte gibt es bis zu 70 Euro pro 100 Kilo.

Champagner Bratbirne

„Die Champagner Bratbirne hat hohe Ansprüche. Sie ist eine Diva, die nicht überall wachsen will. Deswegen pflanzten Obstbauern nur wenige Bäume dieser Sorte. Roh ist diese Birne wegen des hohen Gerbstoffanteils ungenießbar. Die Frucht schmeckt auf der Zunge räs und adstringierend. Sie eignet sich aber gut zur Vergärung. Mit der Champagner Bratbirne mache ich meine besten Schaumweine. Es gibt fünf Cuveès“ sagt Jörg.

1997 brachte er seinen ersten Schaumwein auf den Markt, der als Birnen Champagner etikettiert war. Prompt kam es zum Prozess um Namens –und Markenrechte mit den Champagnererzeugern der Champagne. Jörg Geiger musste seinen „Birnen Champagner“ anders kennzeichnen. Jetzt heißt dieses Getränk eben „Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner Bratbirne“. Die Publicity aus dem Prozess hat der Manufaktur Geiger nicht geschadet. Viele Medien berichteten darüber und das Produkt fand seinen Weg zum Liebhaber.

Erlesene Produkte aus alten Obstsorten.

In den Regalen im Verkaufsladen stehen Essenzen der umliegenden Streuobstwiesen. Schaumweine, Seccos und PriSeccos, Apfelweincocktails, Apfelcidre, sortenreine Obstweine, Portwein aus Kirsche, edle Branntwein-Destillate, rund fünfzig innovative Produkte aus Streuobst. Hier kann man sogar Äpfel mit Birnen vergleichen. Alles sind Raritäten aus längst vergessenen Obstsorten, die aus der Umgebung von Schlat stammen.

Jörg hat eine innige Beziehung zu seinen Obstwiesen. Er schenkt uns ein Probiergläschen nach dem anderen ein und schwärmt von Aromen längst vergessener Sorten. Sie heißen Hauxapfel, Gelbmöstler, Wildling von Einsiedeln, Rheinischer Bohnapfel, Grüne Jagdbirne, Bittenfelder Sämling Gewürzluike oder Stuttgarter Goyshirtle. Er kennt sie alle. Er kennt ihre Eigenarten, ihre Wachstumsbedürfnisse und Macken. Er weiß, auf welchem Boden sie stehen müssen, auf welcher Veredlungsunterlage sie den besten Ertrag bringen. Er kennt Inhaltsstoffe und Lagerfähigkeit der Früchte. Und er weiß, wie die Früchte nachbehandelt werden müssen, damit sie ihr volles Aroma entfalten.

Prickelnde Getränke für junge Leute

„Der Trend geht weg vom reinen Destillat. Junge Leute lieben frische, prickelnde Getränke ohne Alkohol. Für Kinder, Schwangere oder trockene Alkoholiker ist das ideal. Auch für Gastgeber hat es Vorteile, wenn Gäste nicht gleich beschwipst sind“, sagt Jörg.

Die gekelterten Fruchtsäfte sind Basis für neue Getränkekompositionen. Der Apfel liefert hauptsächlich Säurenoten, die Birne beinhaltet besonders viele Gerbstoffe. Zuerst destilliert er Aromastoffe heraus, danach den Alkoholanteil. Mit diesen beiden Grundstoffen und dem Zusatz von natürlichen Aromen experimentiert Jörg Geiger für seine prickelnden Getränke, Seccos und Cidres.

Die Natur liefert die Aromen

Für Jörg bietet die Natur unendlich viele Aromen. Er sammelt die Rohstoffe, wenn sie im optimalen Zustand sind und friert sie ein. Als gelernter Koch hat Jörg Geschmacksnerven und sensorische Fähigkeiten trainiert. Er sucht nach eigenständigen Produkten mit Profil. Sie sollen ein außergewöhnliches, neues Geschmackserlebnis bieten. Darum experimentiert er mit Auszügen von Holunderblüte, Bergbohnenkraut, Schokominze, Mädesüß oder Salbei… Neben frischen Kräutern und Blüten verwendet Jörg Geiger rund 120 getrocknete Gewürze.

Sein Renner ist „Rosenzauber“. Diese Komposition besteht aus einer Grundlage mit Boskop, mit Auszügen von Rosenblüten und Minze. Sein „Frühlingstraum“ beinhaltet Boskopapfel, Erdbeeraroma, Waldmeister und Holunderblüte.

Mein Favorit ist ein Cuveè aus Gelbmöstlerbirne, Zitronenmelisse, Minzen, mit Stachelbeere und Douglasienspitzen. Das Getränk ist unvergleichlich, es duftet nach Wald, schmeckt leicht harzig und prickelt auf der Zunge. Es gibt auch ganz gewagte Zusammenstellungen mit Kaffeearomen, Rote Beete, Anis, Selleriegeschmack oder Petersilie, bis hin zu Brennesselauszügen, Rhabarber, oder mit Dillspitzen. Naturaromen bieten reizvolle Kombinationen, die im Gaumen eine Geschmacksexplosion erzeugen. „Ein besonderes Geschmackserlebnis bleibt für immer in Erinnerung“, meint Jörg.

Der berühmte Pommologe Eduard Lucas meint:

„Der Wein mit seinem Feuer,
belebt wohl jedes Menschen Brust.
Der Obstwein ist dem Landmann wert und teuer,
das schafft zur Arbeit Lust“.

„Die Manufaktur Jörg Geiger hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig und nachhaltig durch die hochwertige Verarbeitung den Erzeugern Wertschätzung zur Erhaltung ihrer Streuobstwiesen zu geben“. Landwirte bekommen gute Preise für Obst aus Streuobstwiesen. Damit ist Interesse da, sie zu bewirtschaften. Die Produkte der Manufaktur Geiger bekommen regelmäßig Auszeichnungen und Preise.

Jörg Geiger stellt Edelprodukte aus Streuobst her
Foto © Andreas Riedmiller Jörg Geiger stellt Edelprodukte aus Streuobst her.
Jörg Geiger schenkt seinen Birnenschaumwein aus der obstsorte Champagner Bratbirne aus
Foto © Andreas Riedmiller Jörg Geiger schenkt seinen Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner Bratbirne aus.
Alte Sorte - Champagnerbratbirne
Foto © Andreas Riedmiller Alte Sorte – Champagnerbratbirne
Jörg Geiger stellt in der Manufaktur Geiger köstliche Seccos, Branntweine und Säfte he
Foto © Andreas Riedmiller Obstanbau und Artenvielfalt ist in der Streuobstwiese zum gegenseitigen Vorteil miteinander vernetzt. Insektizide braucht man nicht.
Kistenweise wird Streuobst angeliefert am Gasthof Hirsch in Ditzenbach.
Foto © Andreas Riedmiller Kistenweise wird Streuobst angeliefert.
Fermentierte Birnen
Foto © Andreas Riedmiller Fermentierte Birnen
Edelbrände der Manufaktur Geiger in Glasballons.
Foto © Andreas Riedmiller Edelbrände der Manufaktur Geiger in Glasballons.
Hexenküche - Neben frischen Kräutern und Blüten verwendet Jörg Geiger rund 120 getrocknete Gewürze
Foto © Andreas Riedmiller Neben frischen Kräutern und Blüten verwendet Jörg Geiger rund 120 getrocknete Gewürze.
Apfelbaum
Foto © Andreas Riedmiller Apfelbaum
Manufaktur Jörg Geiger
Foto © Andreas Riedmiller Verkaufsstand der Manufaktur Jörg Geiger
Im Bauernhofmuseum Beuren
Foto © Andreas Riedmüller Im Bauernhofmuseum Beuren stehen Bäume von alten Obstsorten.
Gänse im Bauernhofmuseum Beuren
Foto © Andreas Riedmiller Gänse im Anmarsch

Artenvielfalt der Streuobstwiese

Die Artenvielfalt im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb ist enorm. Jede intakte Streuobstwiese ist wie eine Insel. Wie eine kleine „Arche Noah“ in flurbereinigter Agrarlandschaft.

Vögel und Säugetiere fressen sich satt, um gut über den Winter zu kommen. Jetzt gibt es Nahrung im Überfluss. Streuobstwiesen sind ein Paradies für Mensch und Tier. Kleinsäuger wie Mäuse, Haselmaus und Siebschläfer finden reich gedeckten Tisch. Der Waldkauz, Spechte und Fledermäuse wohnen in Baumlöchern. Roter Milan und Bussarde beobachten fliegend ihr Revier.

Wendehals und Baumläufer sitzen mit ihrem getarnten Federkleid fast unsichtbar auf der Baumrinde. Nach winzigen Insekten suchend klettert der Kleiber kopfunter am Birnenstamm. Daneben leben hier der seltene Grauspecht, der Grün- und Buntspecht, das Rotkehlchen, Braunkehlchen, die Schwanzmeise, der Stieglitz, die Gartengrasmücke und der Zilpzalp. Bei Nacht jagen Eulen und Fledermäuse im Zickzack durch die Baumkronen. Am Boden lauern Wiesel, Fuchs und Dachs auf Beute.

Schmetterlinge, wie der Apfelbaumglasflügler, der Schlehenzipfelfalter, der Baumweißling und der Rote Fuchs taumeln von Blüte zu Blüte. Der Grünrüssler und der Augenfleckbockkäfer bohren sich ins Totholz. Der Marienkäfer turnt lieber auf offenen Margeritenblüten.

Neben der Hausbiene sind Wildbienenarten, Wespen und Schwebfliegen wichtige Bestäuber für die Baumblüte. Hummeln und Wildbienen bestäuben die Baumblüten auch bei längerem Regenwetter zuverlässig, während Hausbienen dann lieber im Bienenstock bleiben.

 

Vielfalt der Streuobstwiese

Neuntöter in einer Streuobstwiese der Schwäbischen Alb mit Beute
Foto © willige-media.at Der Neuntöter spießt seine Beute auf Dornen von Sträuchern auf. Deswegen auch der Name „Dornenvogel“.
Wertvolles Biotop Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Biotop Streuobstwiese
Im hohlen Stamm lebten Wespen
Foto © Andreas Riedmiller Wespennest in einem hohlen Stamm.
Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Birnbäume in der Streuobstwiese
Schafbeweidung ist wichtig zur Pflege und für den Erhalt dieser Kulturlandschaft.
Foto © Andreas Riedmiller Schafbeweidung ist wichtig zur Pflege und für den Erhalt der Kulturlandschaft. Sie halten die Landschaft frei von Gebüsch, dadurch haben Blütenpflanzen Lebensraum.
Biotop Streuobstwiese
Foto © Andreas Riedmiller Biotop Streuobstwiese
Indiensummer
Foto © Andreas Riedmiller Leuchtendes Rot von Birnbäumen im Schwäbischen Indian Summer

Alte Apfelsorten im Schwäbischen Streuobstparadies

Gewürzluiken
Foto © Andreas Riedmiller Gewürzluiken
Grüne Jagdbirne
Foto © Andreas Riedmiller Owener Mostbirne
Apfelkuchen
Foto © Andreas Riedmiller Apfelkuchen
Digeridoo aus Kirschenholz
Foto © Andreas Riedmiller Digeridoo aus Kirschenholz

Von der Hand zum Verstand

Lernen fürs Leben. Schulkinder bewirtschaften ab kommendem Schuljahr gemeinsam mit Streuobst-Pädagogen eine Streuobstwiese. Spielerisch übernehmen sie Verantwortung für ein Stück Natur. In praktischem Projektunterricht lernen Kinder ökologische Zusammenhänge der Natur. Sie lernen und verstehen welche Arbeiten verrichtet werden, damit Obstbäume Früchte tragen. Sie lernen dabei nicht nur wie man die Streuobstwiese bewirtschaftet, sondern auch wie Natur und Umwelt funktionieren. Sichtbare Erfolgserlebnisse haben sie bei Naturbeobachtungen und bei der Ernte im Herbst.

Kontakt:

Interessierte Schulen im Vereinsgebiet (Landkreise Reutlingen, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Tübingen und Zollernalbkreis) finden weitere Informationen auf der Internetseite des Schwäbischen Streuobstparadieses unter den Kategorien „Entdecken und Lernen“.

Für Rückfragen steht Maria Schropp vom Streuobstparadieses unter Telefon: (0 71 25) 30 932 62 und per E-Mail: kontakt@streuobstparadies.de zur Verfügung.

Meine Tipps:

  • Schwäbisches Hanami. Die japanische Tradition der Kirschblütenfeste findet auch im Schwäbischen immer mehr Anhänger . Zur Kirschblüte in das Biosphärenreservat Schwäbische Alb reisen.
  • Eine Verkostung in der Manufaktur Jörg Geiger oder eine I-Pad-Tour durch das Vogelschutzgebiet der Streuobstwiese machen.
  • Familienausflug zur Ernte. Obstbäume abernten, zur Mosterei vor Ort fahren, den fertigen Apfelsaft im Kofferraum mitnehmen. Der erhitzte Apfelsaft hält das ganze Jahr. Kinder haben bestimmt ihre Freude daran. Die Streuobstbörse der Schwäbischen Alb bringt Streuobstbesitzer und Interessenten für Erntebäume zusammen.

 

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Der Artikel entstand auf Einladung von Baden-Württemberg Tourismus. Vielen Dank.

  1. lieber Andreas,

    ganz toll deine Streuobstwiesenfotos mit Text dazu, einfach zum Reinbeissen. Sehr einfühlsame Fotos die Du da gezaubert hast, bei dieser Adventszeit und bei dieser Wärme „wumbaba“ (wunderbar) – in Hamburg blüht ein Kirschbaum erzählte heute eine Familie.

    • Liebe Elisabet,

      danke für Deinen Kommentar. Ich war selbst überrascht wie schön die Streuobstwiesen im „Schwabenländle“ sind. Da gibts nicht nur kleine Bauerngärten mit Obstbäumen wie bei uns, sondern gleich zwei Millionen. Die Obstbauern dort haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen, um die Streuobstwiesenkultur zu beleben. Die Fotos machte ich im Oktober. Andreas

  2. Bravo. Selten so beeindruckende und schlicht wunderschönen Fotos gesehen. Man atmet beim Betrachten förmlich den Geruch der Natur. Klasse! Grüße aus Hessen. Elvis Benner.

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar und für das nette, ehrliche Kompliment. Es hat mich gefreut. Streuobstwiesen begeistern mich immer wieder. Neulich besuchte ich Neidligen im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb. Auch dort gibt es fantastische Streuobstwiesen, hauptsächlich mit Süßkirschen, Mirabellen und Zwetschgenbäumen. Der Erhalt solcher Biotope und Kulturlandschaften ist äußerst wichtig für die Artenvielfalt und auch für touristische Entwicklung einer Region. Es sollten viel mehr Streuobstwiesen neu angelegt werden. Eine gut strukturierte Kulturlandschaft, mit Wiesen, Wäldern, freien Auen, Gewässer und Streuobstwiesen ist einfach viel interessanter für Mensch und Tier, als eintönige Agrarlandschaften. Wenn wir unsere Umgebung schön gestalten, dann brauchen wir im Urlaub nicht soweit weg fahren.

      Demnächst kommt ein neuer Blog zum Thema Streuobstwiesen im Frühling fotografiert in Neidlingen. Bitte empfehle mich weiter. Viele Grüße Andreas

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