Lindenallee im Schlosspark in Putbu
Kurzreise Mecklenburg-Vorpommern Natur erleben

Natur erleben: Mit dem Fahrrad durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen

Die Farben der Natur, das Licht, der Himmel überm Festland und die Küstenlandschaft sind im Herbst am schönsten. Maler der Romantik schätzten die Atmosphäre Rügens und bannten sie idealisiert auf ihre Gemälde.

Mit der Bahn fahre ich vom Allgäu nach Norden. Vom besonderen Licht, dass so schwärmerisch beschrieben wird, und von der Natur Südost-Rügens fühle ich mich angezogen. Statt mit großer Staffelei und Farbpalette besuche ich die Insel mit der Fotokamera.

Seebrücke im Seebad Sellin
Foto © Andreas Riedmiller Seebrücke im Seebad Sellin
Putbus, Lindenallee im Schlosspark
Foto © Andreas Riedmiller Putbus, Lindenallee im Schlosspark

Warum gerade Putbus?

Den kleinen Ort Putbus im Hinterland wähle ich als „Basislager“. Mein Plan ist, von hier aus die Touren zu starten. Ich möchte mich ganz auf die Insel einlassen und nicht vom Trubel der Ostseebäder abgelenkt werden. Mit dem „Rasenden Roland“ kann ich ja bequem abends nach Putbus zurück fahren. Das Hostel ist in einem renovierten, klassizistischen Bürgerhaus am großen Rondell. Ende Oktober bin ich der einzige Gast. Vielleicht in ganz Putbus? Die freundliche Bedienung bringt mir zum Frühstück regionale Spezialitäten und ich darf Brötchen und Früchte für unterwegs einpacken.

Putbus ist für mich eine große Überraschung. Das Hostel liegt direkt am Circus mitten in der Stadt. Die Stadt und die Umgebung sind geprägt von Fürst Malte I. zu Putbus (1783 – 1854). Der weitgereiste Fürst brachte viele Ideen von seinen Reisen mit und setzte seine ehrgeizigen Visionen um. Er plante seine Residenzstadt mit einem großen Rondell und einem Obelisk im Zentrum. Fünfzehn klassizistische Bürgerhäuser, die heute renoviert sind, stehen rund um den Circus. Von hier aus gehen Straßenzüge mit Alleebäumen in alle Himmelsrichtungen Rügens. Der Fürst veranlasste, dass an den Häuserfronten Rosen gepflanzt werden. Diese Tradition wird bis heute von den Anwohnern am Circus beibehalten. Die Hochstamm-Rosenstöcke vor den Häusern sind liebevoll gehegt und gepflegt. Man nennt Putbus die „Rosenstadt“ oder die „weiße Stadt“ wegen der vielen renovierten, klassizistischen Bauten.

Putbus - klassizistische Gebäude am Rondell
Foto © Andreas Riedmiller Putbus – klassizistische Gebäude am Rondell
Hochstammrosen am Circus
Foto © Andreas Riedmiller Hochstammrosen am Circus
Fürstliches Badehaus in Lauterbach - Goor
Foto © Andreas Riedmiller Fürstliches Badehaus in Lauterbach – Goor. Heute Hotel
Löwe vor dem Fürstl. Badehaus Goor
Foto © Andreas Riedmiller Zwei Löwen vor dem Badehaus Goor erinnern an das fürstliche Schloss.

Schwimmende Ferienhäuser im Jaich.

Im kleinen Hafen vom Seebad Lauterbach laden Hotels und Restaurants zur Einkehr ein. In der Hafenanlage mache ich den ersten Fotostopp. Hier stehen Ferienhäuser mit Grasdächern als Pfahlbauten in der Bucht. Durch Panoramafenster blicken die Feriengäste Richtung Sonnenaufgang und zur Insel Vilm. Möwen segeln durch den Himmel und Segelboote schaukeln im Wasser.

Auf der anderen Seite stehen moderne, nordisch gestaltete Ferienhäuser auf schwimmenden Pontons. Kinder halten ihre selbstgebauten Angeln ins Wasser und Eltern liegen in der Sonne. Hier kann der Gast direkt vom Ferienhäuschen ins Boot steigen. Das sind Ferien! Dieses Feriengefühl wünscht man sich im Urlaub! Die ganze Ferienanlage im Wasser ist achtsam gestaltet und der Umgebung harmonisch angepasst. Einfach schön!

Auf einem Holzsteg gehe ich zwischen den Ferienhäusern hindurch. Die schwimmenden Ferienhäuschen sind sehr begehrt bei den Gästen. Alle bestehen aus ökologischen Baustoffen. Die Energie wird erzeugt durch Sonnenkraft und mit einem Blockheizkraftwerk, das mit Biogas betrieben wird. Im Restaurant Kormoran am Ufer nebenan bekommt der Gast regionale Produkte auf den Tisch.

Die Wasserferienwelt im Jaich ist Partner des Biosphärengebietes Südost-Rügen.  

Lauterbach, schwimmende Ferienhäuser im Jaich
Foto © Andreas Riedmiller Lauterbach, schwimmende Ferienhäuser im Jaich
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Lauterbach, schwimmende Ferienhäuser im Jaich
Schwimmende Ferienhäuser im Jaich
Foto © Andreas Riedmiller Schwimmende Ferienhäuser im Jaich
Lauterbach, schwimmende Ferienhäuser im Jaich
Foto © Andreas Riedmiller Lauterbach, schwimmende Ferienhäuser im Jaich

Der Schlosspark

Gleich neben meiner Herberge liegt der 75 Hektar große Park mit einem See und herrlichen Bäumen. Fürst Malte zu Putbus ließ ihn im englischen Stil gestalten. Der Park ist ein Arboretum mit seltenen Baumarten. Damals beschenkten sich Adelige bei gesellschaftlichen Anlässen gern mit exotischen Bäumen. Erst heute, nach 200 Jahren, können die Solitärbäume in ganzer Schönheit und Pracht bestaunt werden. Vor allem im Herbst, wenn verschiedene Rot- und Gelbtöne das Herbstlaub färben. Im Park stehen über 90 einheimische und exotische Baumarten. Darunter Mammutbäume, Sumpfzypressen, Ginko, Eiben, Buchen, Robinien und der seltene Tulpenbaum. Lange Alleen für Kutschfahrten im Baumschatten und englische Parkanlagen zum Flanieren waren einst Statussymbole der Adeligen. Im Schlosspark befinden sich noch die Orangerie mit Glashäusern und der Marstall. Heute ist der Park ein unbezahlbarer Schatz für die Stadt.

Die Einheimischen in Putbus sprechen mit Hochachtung von Fürst Malte. Deshalb war es für die meisten ein Schock, als Staatsfunktionäre der ehemaligen DDR das große Fürstenschloss in den 60er Jahren sprengen ließen. Berbel erzählt: „In fast allen Häusern von Putbus und im Straßenbau wurden Steine vom Fürstenschloss verbaut“.

Klar, dass die Stadt Putbus heute ein wachsames Auge auf das Erbe des Fürsten hat und vieles tut, um wenigstens den Park zu erhalten. Für Bewohner und Gäste ist der Schlosspark mit angegliedertem Damwild-Gehege ein wunderbarer Erholungsraum. Freiwillige sind aufgerufen, mitzuhelfen beim Pflegen und Sanieren.

Im Schlosspark von Putbus
Foto © Andreas Riedmiller Herbstlandschaft im Schlosspark von Putbus
Schlosspark - Marsstallgebäude
Foto © Andreas Riedmiller Schlosspark – Marsstallgebäude
Herbst im Schlosspark in Putbus
Foto © Andreas Riedmiller Herbst im Schlosspark in Putbus
Im Schlosspark in Putbus
Foto © Andreas Riedmiller Im Schlosspark in Putbus
Im Schlosspark in Putbus.
Foto © Andreas Riedmiller Im Schlosspark in Putbus.
Herbst im Schlosspark in Putbus
Foto © Andreas Riedmiller Herbst im Schlosspark in Putbus

Mit dem Rad durch Südost-Rügen

Die Route: Von Putbus fahre ich zum nahegelegenen Hafen Lauterbach. Von hier aus geht es vorbei am Badehaus Goor und durch das Naturschutzgebiet Goorer Wald. Vorbei an der Streesower Bucht, nach Muglitz, weiter nach Groß Stresow, nach Seedorf über das Seedorfer Hügelland zur Fähre nach Moritzdorf. Von hier aus weiter am Ufer nach Altredewitz. Der schnellere Weg führt über Baabe nach Göhren. Zurück nach Putbus fahre ich mit dem Rolandzug.

Geschichtsträchtiges Hotel Badehaus Goor

Zusammen mit Berbel aus Putbus gehe ich entlang der Lauterbacher Uferpromenade bis zum Hotel Badehaus Goor. Es wurde von Fürst Malte I. zu Putbus im Jahre 1818 erbaut und hieß damals „Friedrichs-Wilhelms-Bad“. Seinerzeit war es das erste Seebad auf Rügen. Das Gebäude mit sechzehn Säulen an der Frontseite wurde für den Hochadel gebaut. In ein großes Marmorbecken wurde Boddenwasser der Ostsee hochgepumpt und für Gäste erwärmt. Im Restaurant des Hotels kann man die Reste des Marmorbeckens in einer Vitrine sehen. Vor dem geschichtsträchtigen Badehaus flankieren zwei dreibeinige Löwen das Eingangsportal.

„Die beiden Löwen“, erzählt Berbel, „sind das Einzige, was von Schloss Putbus nach der Sprengung übrig blieb. Sie wurden als Erinnerung hier aufgestellt. Nach dem Krieg wurde das Badehaus Goor zur Unterbringung von Flüchtlingen aus dem Osten genutzt. Durch Hunger und Krankheit starben viele Menschen, die hier untergebracht waren. Am Waldrand des angrenzenden Goorer Waldes erinnern Kreuze an ihr Schicksal. Später nutze man das Goorer Badehaus als Ferienhaus für Arbeiterfamilien aus dem Schwedter Eisenhüttenkombinat. Nach der Wende stand das historische Gebäude längere Zeit leer und drohte zu verfallen.“

2007 wurde eine hufeisenförmige Hotelanlage angegliedert. Das modern ausgestattete Vier-Sterne-Wellneshotel, umgeben von Wald, mit Blick über den Bodden und zur Insel Vilm, bietet heute allen Komfort für den gehobenen Geschmack.

Natur erleben im Goorer Wald

Mein Weg mit dem Rad führt am Hotel Goorer-Badehaus vorbei in den Goor-Wald. Der Goor-Wald ist seit jeher der Forstwirtschaft unterstellt. Die Eigentümer pflanzten früher auch Arten, die nicht ursprünglich vorhanden waren. Der Goor-Wald ist heute Naturschutzgebiet und teilweise von der Succowstiftung zum Schutz erworben.

Der Wald soll sich auf diesen Flächen wieder zu einem Naturwald entwickeln. Das bedeutet, dass an vielen Stellen wieder mehr Buchen wachsen, die hier optimale Bedingungen vorfinden. Ich fahre unter dem hohen Kuppeldach des alten Buchenwaldes entlang der Ostseeküste. Dazwischen lenken knorrige Jahrhundert-Eichen meinen Blick ab. Ich mache viele Fotostopps. Der Goor-Wald ist ganz besonders, und mit dem Fahrrad bin ich eigentlich zu schnell.

Pfad der Muße & Erkenntnis

Es gibt hier einen 4,2 Kilometer langen Rundweg. Man nennt ihn „Pfad der Muße & Erkenntnis“. Er lädt ein, sich einzulassen auf den Rhythmus der Natur. Der Wanderer soll sich Zeit schenken und genau hinschauen, wie sich Natur ohne Zutun des Menschen entwickelt. Man riecht den Duft von Pilzen und feuchtem Herbstlaub am Boden und hört das Rauschen des Windes in den Baumkronen.

Wenn alle meine Sinne aktiv an der Wahrnehmung beteiligt sind und Stille ist, empfinde ich das vollständige Naturerlebnis. Ich vergesse dann meine Zeit. Bin voll im hier und jetzt. Teil des Waldes. Teil der Natur. Im Flow.

Die Goor ist Kulturwald und eng verbunden mit dem Menschen. Findelsteine und Hügelgräber am Wegrand erzählen ihre eigenen Geschichten. Vielleicht kann in Zukunft hier einmal ganz auf die Holznutzung verzichtet werden. Dann erleben wir die natürliche Vitalität des Waldes. Wir sehen, wie er sich ohne menschliches Zutun von ganz alleine regeneriert.

Auf schmalen Pfaden

Auf langen Betonplattenwegen radle ich entlang der Muglitzer Bucht. Hier ist ein schmaler Streifen Küstenlandschaft Naturschutzgebiet, der für Landwirtschaft ohnehin nicht zu gebrauchen ist.

Das Licht ist klar und rein. Der frische Wind an der Ostsee vertreibt alle Staubpartikel aus der Luft. Die Sicht reicht weit über Wälder und Boddenlandschaften. Die Radtour ist sehr abwechslungsreich. Ich fahre durch Wiesen, Wälder und Felder. Ab und zu durch eine Siedlung. Bei Groß Stresow fotografiere ich malerische, reetgedeckte Häuser.

Vorbei geht es an schilfbewachsenen Boddengewässern.

Die Farben der Buchenwälder sind jetzt im Spätherbst braunrot. Die Eschen und Birken leuchten goldgelb. Kurz vor Preetz geht es bergab durch einen bewachsenen Hohlweg. Früchtebehangene Vogelbeerbäume und immer wieder rote Farbtupfer der Hagebutten am Wegrand begleiten mich.

Es geht rasch vorbei am Neuensiener See nach Seedorf. Am nächsten See, dem Selliner See, schaue ich eine Weile den Anglern zu. Am Horizont über dem Buchenwald sehe ich den Turm vom Granitzer Jagdschloss. Unüberhörbar rauscht der Rolandzug über die Insel. Der Lokführer tutet laut und viel.

Nach Seedorf fahre ich auf Betonplattenwegen über den Hohen Berg nach Moritzdorf. Hier bringt mich ein Fährmann über die Baaber Bek. Eigentlich wollte ich noch weiter über Alt Reddewitz und Middelhagen nach Göhren radeln. Wegen der vielen Fotostopps unterwegs ist aber die Zeit zu schnell vergangen. Ich nehme den kürzeren Weg über die Landstraße von Baabe nach Göhren, um den letzten Zug zu erreichen, der mich zurück nach Putbus bringt.

Radtour durch den Biosphärenpark Südost-Rügen
Foto © Andreas Riedmiller Radtour durch den Biosphärenpark Südost-Rügen
Reetdachhaus im Biosphärenpark Südost-Rügen
Foto © Andreas Riedmiller Reetdachhaus im Biosphärenpark Südost-Rügen
Ferienhaus mit Reetdach
Foto © Andreas Riedmiller Ferienhaus mit Reetdach
Radtour durch den Biosphärenpark Südost-Rügen
Foto © Andreas Riedmiller Radtour durch den Biosphärenpark Südost-Rügen – Ziegensteine bei Gr0ß Stresow
Ruderfähre in Südost-Rügen
Foto © Andreas Riedmiller Ruderfähre in Südost-Rügen

Baumwipfelpfad und Naturerlebniszentrum in Prora

Baumwipfelpfad am Naturerbe Zentrum Prora.
Foto © Andreas Riedmiller Baumwipfelpfad am Naturerbe Zentrum Prora.
Buchenwald in Prora
Foto © Andreas Riedmiller Buchenwald in Prora
Efeu im Buchenwald bei Prora
Foto © Andreas Riedmiller Efeu im Buchenwald bei Prora
Baumwipfelpfad in Prora
Foto © Andreas Riedmiller Baumwipfelpfad in Prora
Buchenwalds im Naturerlebniszentrum Prora
Foto © Andreas Riedmiller Buchenwalds im Naturerlebniszentrum Prora

 

Ostseebad Göhren in Südost-Rügen

 

Ostseebad Göhren
Foto © Andreas Riedmiller Ostseebad Göhren
Rauhe See
Foto © Andreas Riedmiller Rauhe See
Mönchgut Heimatmuseum in Göhren
Foto © Andreas Riedmiller Mönchgut Heimatmuseum in Göhren
Pension am Ostseestrand
Foto © Andreas Riedmiller Pension am Ostseestrand
An der Ostsee
Foto © Andreas Riedmiller An der Ostsee

 

Exkursion auf die Insel Vilm

Die kleine Insel Vilm im Greifswalder Bodden ist ein Naturerlebnis! Sie hieß: die Malerinsel. Caspar David Friedrich verewigte sie in seinem Bild: „Landschaft mit Regenbogen“. Carl Gustav Carus malte dort die „Eichen am Meer“. Viele Landschaftsmaler der Romantik ließen sich dort inspirieren.

Einsiedler waren im 13. Jahrhundert die ersten Menschen auf der Insel. Danach wurde der Eichen-Buchen-Wald als Hutewald für Vieh genutzt. Im 19. Jahrhundert hatte Fürst Malte I. zu Putbus dort sein Jagdrevier. Der Wald blieb unangetastet, der Fürst schätzte ästhetische Waldbilder. Die mächtigen Baumkronen der Eichen und Buchen durften sich zur vollen Schönheit entfalten. 400 Jahre lang fand keine geregelte Forstwirtschaft statt. Deshalb konnte sich bis heute dieses Naturrefugium erhalt

Insel Vilm Naturschutzgebiet
Foto © Andreas Riedmiller Insel Vilm Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiet Insel Vilm
Foto © Andreas Riedmiller Naturschutzgebiet Insel Vilm
Naturschutzgebiet Insel Vilm
Foto © Andreas Riedmiller Naturschutzgebiet Insel Vilm
Naturschutzgebiet Insel Vilm
Foto © Andreas Riedmiller Naturschutzgebiet Insel Vilm

 

Bäderarchitektur in Südost – Rügen

 

Pension Kastanienhof in Göhren
Foto © Andreas Riedmiller Pension Kastanienhof in Göhren
Hostel in Putbus
Foto © Andreas Riedmiller Das City-Hostel in Putbus ist in einem renovierten klassizistischen Gebäude am Rondell untergebracht.

Diese Radtour kann man auch von den Ostseebädern Baabe, Göhren oder Sellin aus in umgekehrter Richtung unternehmen.

Natur-und Küstenlandschaften von Rügen sind gut mit der Bahn, dem Bus oder mit dem Fahrrad zu entdecken.

Ich übernachtete im preiswerten City Hostel in Putbus. Das einfach und schön hergerichtete Hostel ist in einem klassizistischen Gebäude am Circel in Putbus untergebracht. Freundlicher Service und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten lassen kaum Wünsche offen. Es lohnt sich die etwas abgelegene, jedoch schöne Landschaft um Putbus mit dem Leih-Fahrrad zu erkunden. Von Putbus zum Bahnhof Lauterbach sind es nur 10 Minuten zu Fuß, von hier aus gibt es  Zug- und Busverbindungen zu allen Ferienorten. Auch die Seebäder Sellin, Baabe und Göhren an der Ostseeküste sind schnell zu erreichen.

Wer lieber näher an der Küste logieren möchte, dem empfehle ich die Pension Kastanienhof in Göhren. Der Kastanienhof mit typischer Bäderarchitektur ist Partner des Biosphärenparks. Die freundlichen Vermieter kennen sich bestens im Biosphärenpark aus und geben gerne Tipps wie Sie mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung und die Insel erkunden können.

Preiswerte Angebote für Bahnanreise hier: www.fahrtziel-natur.de

Meine Tipps für „Natur erleben“ auf Rügen:

  • Wasserbüffelsafari – Auf der Naturerbefläche in Prora weiden seit 2012 Wasserbüffel und andere Rinderrassen als Landschaftspfleger. Erfahren Sie mehr über Landschaftspflege und biologische Landwirtschaft in Schutzgebieten mit einer Safari im Geländewagen.
  • Baumwipfelpfad und Naturerlebniszentrum – Der Baumwipfelpfad in Prora hat eine Gesamtlänge von 1250 Meter und windet sich spiralförmig 44 Meter in die Höhe. Vom Adlerhorst aus haben Sie wunderbare Ausblicke auf die Buchenwälder Proras und Einblicke in das Naturwunder. Familien mit Kindern finden spielerisch und auf unterhaltsame Weise Informationen über Natur und Ökologie des Waldes.
  • Das moderne Naturerbe Zentrum Rügen ist ganzjährig und bei jedem Wetter geöffnet. Es gibt Stationen zum Mitmachen für Familien mit Kindern um die Geheimnisse der Natur besser erleben und verstehen zu können.
  • Wanderführung mit einem Ranger vom Biosphärenpark. Erleben Sie Natur aus erster Hand. Ranger und Naturführer vom Biosphärenpark öffnen Ihnen Auge und Ohr für Erlebnisse und Schönheiten der Natur von Südost-Rügen.
  • Mit Kindern am Strand auf Schatzsuche gehen. Angespültes Treibgut, Bernsteine und Feuersteine am Ostseestrand finden.
  • Natur zu Fuß erleben. Auf dem „Pfad der Muße & Erkenntnis“ durch den Goor-Wald wandern. Erleben Sie den Goor-Wald  und seine Geschichte auf individuelle Art mit einer Führung von Steffi Deickert. Die Dipl. Landschaftsökologin Steffi Deickert hat diesen Pfad entwickelt und kennt sich bestens aus.
  • Von März bis Oktober finden vom Hafen Lauterbach aus Exkursionen zur Insel Vilm statt. eine frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert, da täglich höchstens 30 Gäste die Insel betreten dürfen.

Mobil mit Bus und Bahn

Mit dem ICE erreicht man Strahlsund. Von hier aus mit dem Regionalzug die Orte Bergen, Binz und Sassnitz auf Rügen.

Die Ostseeküste mit ihren Badestränden sind in der Saison stark frequentiert. Es lohnt sich den Wagen Zuhause stehen zu lassen und lieber mit Bahn anzureisen. Übernachtungsgäste mit persönlicher Kurkarte fahren in den Orten Sellin, Baabe und Göhren kostenfrei mit der VVR-Buslinie. Damit erreichen Sie die Zicker Berge, die Landestege der Ausflugsschiffe und die Bahnhöfe des Zuges Rasender Roland. Die Mobilität vor Ort ist bestens organisiert und mit Kurkarte teilweise sogar kostenlos. Den Fahrplan und Information wie Sie preisgünstig die Insel Rügen mit dem Bus erkunden können finden Sie hier: www.vvr-bus.de

Fahrtziel Natur-Award 2016 geht an Südost Rügen

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen mit der Kurkarte „Bus frei“ hat für ihre Angebote diese Auszeichnung erhalten. Die Preisverleihung fand heute in Potsdam im Rahmen der Jubiläumsfeier. „15 Jahre Fahrtziel Natur“ statt. Den Wettbewerb hatte die Kooperation Fahrtziel Natur zum fünften Mal ausgeschrieben. Darin engagieren sich die großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD zusammen mit der Deutschen Bahn dafür, ökologisch verträgliches Verkehrsverhalten mit aktivem Naturerlebnis zu verbinden.

Gäste fahren kostenfrei zwischen den Seebädern Sellin, Baabe und Göhren.


Fahrtziel Natur in Sellin-Baabe und Göhren: VVR Bus mit Kurkarte frei
Foto © Andreas Riedmiller Mit dem Bus entlang der Ostseeküste. Zwischen Sellin-Baabe und Göhren für Gäste mit Kurkarte sogar kostenfrei.


Der Artikel wurde erstellt mit Unterstützung von Fahrtziel Natur, der Kooperation von BUND, NABU, VCD und DB.

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