Natur erleben: Nationalpark Bayerischer Wald

von Andreas

Wir werden geblitzt. Und das auf einem Wanderweg! Aber Fritz, der Waldführer, lacht und klärt uns auf. Hier sind zwei Kameras in Kniehöhe als Fotofallen für Luchse aufgebaut.

Forscher wollen herausfinden, wie Luchse sich im Nationalpark bewegen. Luchse sind extrem scheu, gut getarnte Einzelgänger. Ihr Revier ist bis zu 100 Quadratkilometer groß. Perfekt passt sich ihr braun geflecktes Fell der Umgebung an, man bekommt sie praktisch nie zu Gesicht.

Fritz erzählt: „Die Wildtierkamera knippst alles, was ihr vor die Linse kommt. Auf dem Kamera-Chip sind „Selfies“ von Füchsen, Steinmarder, Waschbären, Wildsauen, Rotwild, Hasen und Vögel. Man hat sogar Elche, einen Goldschakal und einen Marderhund entdeckt, die durch den Bayerischen Wald stromern. Luchse sind sehr selten auf dem Foto. Für die Forscher ist es ein Ereignis, wenn ein Luchs aufgenommen wurde. Jetzt wissen wir, welche Tiere hier leben.“

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Foto © Andreas Riedmiller Nationalpark Bayerischer Wald. Der Wald lebt.

Natur erleben

Ob wir Tiere sehen werden, frag´ ich? Fritz: „Eher wenig, denn die Tiere sind meist nachtaktiv oder in der Dämmerung unterwegs. Man sieht jetzt am Tag nur ihre Spuren und Fußabdrücke. Schau dir den Stamm der Buche an. Hier hat der seltene Weißrückenspecht seine Hackspuren hinterlassen. Die sehen ganz anders aus als die vom Schwarzspecht. Man findet Gewölle von Eulen und Losungen von Säugetieren am Boden. Im Lehmboden sehen wir deutlich die Spuren vom Luchs, und gleich daneben der Fußabdruck vom Rehwild. Siehst du, hier hat der Luchs ein Reh gejagt.“ Die Spuren im Wald erzählen Geschichten, die Fritz lesen kann.

Fritz ist ausgebildeter Waldführer des Nationalparks. Er ist Teil des Waldes. Mit seinem olivgrünen Dress verschmilzt er gut getarnt mit der Umgebung. Seine Erzählungen lassen keine Langeweile aufkommen. Kenntnisreich erzählt er von Natur und Wald, von Tieren und Erlebnissen. Von der Entwicklung des Waldes und von Wilderern, die es im Bayerischen Wald immer noch gibt. Wir lauschen ihm gern. Seine Erzählungen haben Tiefe und Wissen. Seine Begeisterung von der Natur überträgt sich auf uns.

Den Rehbestand hat der Luchs im Nationalpark auf natürliche Weise reduziert. Deswegen wurde die Jagd auf Rehe im Nationalpark überflüssig. Für Rotwild wurde ein Wintergatter eingerichtet. Hirsche werden im Spätherbst mit Futter ins Gatter gelockt und über den Winter gefüttert, damit sie die jungen Bäumchen nicht knabbern. Das zeigt Wirkung. Die Naturverjüngung funktioniert prächtig, wie man an vielen jungen Bäumen links und rechts am Weg leicht erkennen kann. Sogar die empfindlichere Tanne wächst hier wieder

Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Teil des Waldes – Waldführer Fritz Süß
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas RiedmillerHerbstgräser im Nationalpark Bayerischer Wald.
Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Nationalpark Bayerischer Wald
Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Sporentragende Baumflechten im Nationalpark Bayerischer Wald
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wurzelteller umgestürzter Fichten verwittern. Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Herbstlich gefärbte Brombeerblätter im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung zum Kleinen Rachelgipfel im Nationalpark Bayerischer Wald.
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Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald.
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Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben. Wanderung zum Rachelgipfel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung zum Rachelgipfel im Nationalpark Bayerischer Wald.
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Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald.
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Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung im Nationalpark Bayerischer Wald.
Faszination Natur Nationalpark-Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Faszination Natur Nationalpark-Bayerischer Wald.
Wanderung zum Großen Rachel im Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung zum Großen Rachel im Bayerischer Wald.
Faszination Natur im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Faszination Natur im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Herbstwanderung mit Waldführer Fritz Süß im Nationalpark Bayerischer Wald.

Im Bergmischwald

Der Weg führt steil durch den Bergmischwald, es sind etwa 500 Höhenmeter zum Rachel-Gipfel. Für kurze Zeit blinzelt die Herbstsonne durch die Baumstämme und lässt die Blätter der Rotbuche im Gegenlicht aufleuchten. Je höher wir kommen umso mehr Fichten sind zu sehen.

Auf dem Waldboden wachsen Bärlappe. Dies sind eigenartige Pflanzen, sie konnten sich von der letzten Eiszeit bis heute erhalten. Bärlappgewächse haben schlauchförmige Blütenstände mit vielen Sporenständen. Nach der Sporenreife ist die Pflanze erschöpft und stirbt. In der Jungsteinzeit verwendeten Schamanen Bärlappsporen für Rituale. Feuerspucker und Zauberer verwenden heute noch Bärlappsporen für pyrotechnische Effekte.

In der „Todeszone“

Wir kommen jetzt in die Zone der toten Fichten, die seit Jahrzehnten zwischen Rachel und Lusen ihre Stämme in den Himmel strecken. Überall neben dem Wanderweg sind abgestorbene Bäume, silberfarbene Baumskelette und umgestürzte Wurzelteller der Fichten. Die Landschaft sieht im Nebel unwirklich aus. Die Spur des Weges verliert sich in der Ferne. Gut, dass ich mit Fritz dem Waldführer unterwegs bin. Im Nebel weiß man als Fremder nie genau, wo der richtige Pfad zu finden ist. Ich bin still, und viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich muss mich erst an den Anblick der abgestorben Fichten gewöhnen. Die herbstliche Nebellandschaft, die skurrilen Bäume und das abgestorbene Gras dazwischen, das alles sieht gespenstisch aus. Was ist passiert?

Kurzer Rückblick

Die Katastrophe kam in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August 1983. Der Blick auf das gewohnte Bild des immer grünen Waldes war für die Anwohner über Nacht verschwunden. Ihre Heimat veränderte sich radikal. Der Orkan hat fast alle Fichten umgeworfen. Die wenigen, die noch standen, wurden vom Borkenkäfer befallen.

Die massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers in den Jahren nach 1990 hat die Situation noch verschlimmert. Der Fichtenborkenkäfer oder Buchdrucker, wie er genannt wird, hatte den Wald fest im Griff. Für die einen war der Borkenkäfer der Totengräber des Waldes. Für Naturschützer ist der Käfer eine natürliche Reaktion der Natur. Ein Fichtenforst als Monokultur angebaut, ist besonders anfällig für Insektenbefall. Die umliegenden Bauernwälder waren ebenso betroffen wie der Nationalpark.

Auf einmal mussten viele Fragen geklärt werden. Was geschieht mit den Windwurfflächen? Wird alles abgeräumt und wieder aufgeforstet? Wie schützen wir uns vor dem Borkenkäfer? Es kam zum Preisverfall am Holzmarkt. Welche Auswirkung hat das auf den Fremdenverkehr?

„Natur Natur sein lassen!“

Die mutige Entscheidung des Nationalpark war: „Natur Natur sein lassen!“ und die Sturmwurfflächen nicht zu beseitigen. Der Borkenkäfer schafft Platz für Neues und der Wald regeneriert sich, wenn er Zeit dazu hat. Dies war die Hoffnung des Nationalparks. Die Natur hat ihren eigenen Plan, der vom menschlichen Profitdenken abweicht.

Ein Umdenken erforderte dies bei den Anwohnern im Bayerischen Wald. Nicht alle waren bereit, diese Katastrophe aus dem Blickwinkel der Natur und der Ökologie aus zu betrachten. Anwohner, Experten und Politiker waren gespalten. Es kam zu Anfeindungen in der Region, und viele Medien berichteten darüber.

Durchhaltevermögen brauchte der damalige Nationalparkleiter Dr. Hans Bibelriether. Heute, nach dreißig Jahren, sieht man deutlich: Es hat sich gelohnt. Zwischen Rachel und Lusen sehen wir, wie es zwischen den abgestorbenen Bäumen wieder wächst.

Zurück zur Wildnis

Der Drang nach Leben, nach Licht und Sonne, lässt die Samen von Pflanzen und Bäumen keimen. Jede Nische wird für neues Wachstum genutzt. Einen Vorsprung haben jene Bäumchen, die auf liegenden Stämmen oder großen Steinen zu keimen beginnen. Ein stufiger, artenreicher Wald aus Fichten, Tannen, Bergahorn, Buchen und Vogelbeeren entwickelt sich immer stärker. Es ist unmöglich zu Fuß durch dieses Wirrwarr an Stämmen, durch Brombeerranken und Sträucher durchzukommen. Der Wald entwickelt sich in einen Urwald zurück. Die Kernzone des Nationalparks ist reserviert für Tiere, die hier völlig ungestört leben können.

Vögel kehren zurück. Die Aufstockung des zu geringen Bestands an Auerwild ist geglückt. Innerhalb von 15 Jahren wurden 412 Auerhühner ausgewildert. Auerwild braucht Deckungsmöglichkeiten und einen Wald mit reichem Nahrungsangebot für die Jungenaufzucht. Auch der seltene Habichtskauz fühlt sich wieder wohl in dieser Landschaft. Stehende Baumskelette werden vom Specht auf Suche nach Larven und Käfern durchbohrt. In den leeren Baumhöhlen ziehen Höhlenbrüter ihre Jungen auf.

Im Nationalpark werden Prozesse erforscht wie sich Lebensräume ohne Zutun des Menschen entwickeln. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen die sonst selten zu finden sind. Er ist Lernort für Wissenschaft und Forschung, Nicht zuletzt ist der Nationalpark ein wunderbares Geschenk für Menschen die Kontakt zur Natur suchen, die gern wandern und Natur erleben wollen.



Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald
Foto © Andreas Riedmiller Wege in die Natur. Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wildniszone im Nationalpark bayerischer Wald. Vermoderndes Holz liefert Nährstoffe für Pilze, Pflanzen und andere Bäume.
Natur erleben im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller In einer Lichtung wachsen vom einfallenden Licht angeregt Gruppen von jungen Fichten.
Nationalpark Bayerischer Wald. Auf Totholz wachsen Baumpilze.
Foto © Andreas Riedmiller Auf Totholz wachsen Baumpilze.
Nationalpark Bayerischer wald Gut getarnte Erdkröte
Foto © Andreas Riedmiller Gut getarnte Erdkröte

Gestrandet im Wald. Die Arche der Künstler Tomas Indra und Ronald Fischer

Nationalpark_Bayerischer_Wald - Glasarche der Künstler Tomas Indra und Ronald Fischer
Glasarche der Künstler Tomas Indra und Ronald Fischer
Am Wegrand zum Lusengipfel befindet sich die Glasarche der Künstler Tomas Indra und Ronald Fischer. Das Kunstwerk entstand in Zusammenarbeit der beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava (Tschechien).
Foto © Andreas Riedmiller Am Wegesrand zum Lusengipfel ist die Glasarche der Künstler Tomas Indra und Ronald Fischer vor Anker gegangen. Das Kunstwerk entstand in Zusammenarbeit der beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava (Tschechien). Die Glasarche gilt als Symbol für die Natur, die Glastradition dieser Region, die Verantwortung der Menschen für die Schöpfung und für die Überwindung der Grenzen.“ Das Glaskunstwerk mit Menschenhand macht deutlich, dass der Natur heutzutage wieder nur der Mensch helfen kann. Die Natur sich selbst zu überlassen ist für den Mensch häufig die schwerste Aufgabe“. Quelle: Alois Pavliko Nationalpark Sumava.
Faszination Natur im Nationalpark-Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Faszination Natur im Nationalpark-Bayerischer Wald.
Faszination Natur im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Faszination Natur im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben. Der Lusengipfel ist Bayerns schönstes Geotop.
Foto © Andreas Riedmiller Der Lusengipfel ist eines der schönsten Geotope Bayern. Der Sage nach hat der Teufel über einem Goldschatz diese Granitblöcke aufgetürmt. Seit der letzten Eiszeit liegen sie hier. Die Granitblöcke machen den Gipfel des Lusen unverwechselbar.
Wanderung zum Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung zum Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben im Hans-Eisenmann-Haus - Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Das Hans-Eisenmann-Haus ist Besucherzentrum des Nationalparks Bayerischer Wald in Neuschönau.
Wanderung zum Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung zum Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald.
Natur erleben. Nationalpark bayerischer Wald. ein Granitblock vor dem Hans-Eisenmann-Haus.
Foto © Andreas Riedmiller Auf Granitgestein ist der Nationalpark Bayerischer Wald. Hier ein Granitblock vor dem Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus.
Natur erleben - Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Nationalpark Bayerischer Wald – Blick vom Baumwipfelpfad auf den Fichtenwald des Bayerischen Waldes.
Natur erleben im Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald.

Meine Tipps:

  • Das Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus ist die beste Anlaufstelle, um sich zu informieren. Ausstellungsräume stellen eindrucksvoll den Nationalpark bayerischer Wald vor. An der Infotheke können sich die Besucher beraten lassen. Welche Touren sind interessant zu gehen? MitarbeiterInnen geben fachliche Auskunft.
  • Der Baumwipfelpfad ist interessant für Kinder und Familien. Sie erleben neue Perspektiven auf dem 25 Meter hohen und 1300 Meter langen Baumwipfelpfad. Von ganz oben auf 44 Metern Höhe,reicht bei gutem Wetter der Ausblick über den Nationalpark bis zum Lusen und Rachelgipfel, bei klarer Sicht sogar bis zu den Alpen.
  • Tiergehege am Nationalparkzentrum Lusen. Auf dem sieben Kilometer langen Rundweg sollte man sich sehr viel Zeit lassen. In der Waldlandschaft des Nationalparks sind Gehege und begehbare Volieren integriert. Hier können Sie Tieren begegnen, die im Nationalpark auch in Freiheit leben. Die Anlagen sind natürlich und großzügig gebaut. Alle Tiere können selbst entscheiden, ob sie sich dem Besucher zeigen wollen oder nicht. Wolf, Bär, Luchs und Elch, auch Auerhahn, Eulen, Wildsauen und vieles andere ist zu sehen. Kinder haben ihre Freude daran.Unsere Tour
  • Die Wanderung wurde begleitet von Fritz Süß, der unser Waldführer war. Mit dabei war Ria und Peter aus Rostock. Wir fuhren mit dem Igelbus von Riedlhütte über Spiegelau, zum Ausgangspunkt Gfäll. Von hier aus wanderten wir den Bärlappweg in Richtung Waldschmidthaus, weiter auf einem Pfad zum Kleinen Rachel. Von dort über den Gipfel des Großen Rachel zur Rachelkapelle und zum malerisch gelegenen Rachelsee. Das letzte Wegstück führte zur Rachel-Diensthütte. Hier endete unsere Wanderung, der Igelbus brachte uns zur Pension nach Riedlhütte zurück.

Bequeme, umweltfreundliche Anreise mit der Bahn und Mobilität vor Ort nutzen.


Nachhaltiges Reisen -Mit der Bahn in den Bayerischen Wald reisen.
Foto © Andreas Riedmiller Die Waldbahn verbindet die einzelnen Ort am Rande des Nationalparks bayerischer Wald.
Nachhaltiger Tourismus mit kostenlosen Verkehrskonzepten vor Ort.
Foto © Andreas Riedmiller Igelbus an der Haltestelle Rachel Diensthütte. Mit dem für Gäste kostenlosen Igelbus erreicht man im Nationalpark Bayerischer Wald alle Ausgangspunkte für Wanderungen.
Waldbahn
Foto © Andreas Riedmiller Waldbahn

Umweltfreundliche Anreise mit dem Fernzug aus allen Teilen Deutschlands.

Ich reiste mit dem Bayernticket von München nach Plattling. Von dort mit der Waldbahn über Zwiesel nach Frauenau. Das letzte Stück mit dem Igelbus nach Riedlhütte. Die Region ist sehr gut mit Bus und Bahn vernetzt. Beim Wandern schätze ich es sehr, wenn ich nicht ans Automobil gebunden bin. Das schafft mir Freiraum.

Für Gäste kostenlose Mobilität vor Ort:

Wanderer im Bayerischen Wald. Auch ohne eigenes Auto sind Sie vor Ort mobil. Es gibt ein gut organisiertes, regionales Verkehrskonzept, das für Übernachtungsgäste sogar kostenlos ist. Sie erreichen bequem mit dem Iglbus alle Ausgangspunkte für Wanderungen im Gebiet des Nationalpark Bayerischer Wald.

GUTi: Beim Einchecken im Hotel „Zum Friedl“ bekam ich das Gästeservice-Umwelt-Ticket GUTi. Damit bin ich im Gebiet des Bayerischen Waldes mobil. Das Ticket gilt in 19 Gemeinden des Bayerischen Waldes. GUTi gilt als Fahrschein wie ein Bayerwald-Ticket. Ihr Gastgeber gibt Ihnen bestimmt Auskünfte, wie Sie mit GUTi vor Ort mobil sind und alle Vorteile nutzen können.

Waldbahn: Die Waldbahn bringt Sie von Ort zu Ort – von Grafenau im Süden bis Bayrisch Eisenstein im Norden. Ich machte einen Abstecher zum Museum am historischen Grenzort Bayrisch-Eisenstein. Die moderne Waldbahn verläuft entlang der Nationalparkgrenze und verbindet Bayerisch Eisenstein, das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal, Zwiesel, Frauenau, Spiegelau und Grafenau miteinander.

Igelbusse:

Vor Ort volle Mobilität. Der Igelbus bringt Sie im Nationalpark Bayerischer Wald zu allen Ausgangspunkten für erlebnisreiche Wanderungen. Der Rachelbus, Lusenbus oder Finsteraubus bringt Sie zu Ausgangspunkten für Wanderungen in den Nationalpark. Im dichten Zeittakt verkehren die Igelbusse von 15.Mai bis 31. Oktober.

Urlaubsgäste fahren mit Igelbussen zu GUTi-Orten kostenlos


 

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Der Artikel wurde erstellt mit Unterstützung von Fahrtziel Natur, der Kooperation von BUND, NABU, VCD und DB.

Kommentare

  1. Wirklich schön

    • Hallo Marion,

      was findest du schön an dem Artikel? Der Bayerische Wald ist zu allen Jahreszeiten ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Ursprüngliche Wälder und der Duft der Natur läßt jeden neue Energie für den Alltag tanken. Ich find die Region einfach schön auch wenn es manchmal regnet. Als Alternative gibt es Museen und natürlich angelegte Gehegezonen um Luchse, Bären und Wölfe zu sehen.

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