Kleinwalsertal: Kultur und Genuss auf dem Walserweg

Auf den Spuren der Walser

von Andreas

Auf alten Saumpfaden und über geschichtsträchtige Passübergänge führt dieser Walserweg. Von Mittelberg im Kleinwalsertal über Warth nach Lech am Arlberg, ins Große Walsertal und wieder zurück ins Kleinwalsertal. Das großartige Naturerlebnis der umliegenden Berglandschaft entlang von Bergseen und Almen sowie der kulinarische Genuss am Abend werden uns begeistern. Nebenbei wollen wir Gehöfte, Bergdörfer am Wegesrand und kleine Museen besuchen. Wir lernen die Lebensart der Walser und ihre ungewöhnliche Geschichte besser kennen. Die Idee für die mehrtägige „Walser-Genuss-Kultur-Tour“ stammt von Kathrin Berchtold.

Walserweg
Foto © Andreas Riedmiller Walserweg
Wirtshaus Hoheneck in Mittelberg - Kleinwalsertal. Jürgen Denk, der Inhaber und Koch ist Vorarlberger Genußwirt des Jahres 2015.
Foto © Andreas Riedmiller Wirtshaus Hoheneck in Mittelberg – Kleinwalsertal. Jürgen Denk, Inhaber und Koch, ist Vorarlberger Genusswirt des Jahres 2015.

Wandern mit Leib und Seele

Die Zusammenkunft zum Kennenlernen findet im Wirtshaus Hoheneck statt und wird zum fulminanten Auftakt. Wir sitzen am gedeckten Tisch in der alten Zirbenstube und studieren die Speisekarte. Auf den ersten Blick fällt auf: Regionale und saisonale Produkte stehen im Mittelpunkt. Die Zutaten stammen traditionell aus nächster Umgebung. Küchenmeister Jürgen Denk hat langjährige Beziehungen zu seinen Lieferanten aufgebaut. Mit einigen „Walserbuure“ arbeitet er seit 1994 erfolgreich zusammen. Jürgen verfeinert Regionalprodukte und bringt deren Eigengeschmack vollends zur Geltung. Selbst kulinarisch verwöhnte Gaumen sind begeistert. Die erfahrene Sommelière Kirsten Denk-Harth empfiehlt dazu erlesene Weine, hauptsächlich aus österreichischen Weingütern. Jürgen und Kirsten Denk-Harth sind Landesssieger 2015 in der Kategorie „Wirtshaus und Restaurant“ und dürfen den Titel „Genusswirt“ tragen. Dieses Markenzeichen steht für kreative Zubereitung, frische, beste Qualität und Vielfalt aus der Vorarlberger Region.

Zur Vorspeise probiere ich Ziegenkäse von der unteren Wiesalpe. Als Hauptgang wähle ich Lamm aus dem Kesselschwand mit Vorarlberger Maisriebel. Zum Dessert gibt es Topfennudeln in Nussbröseln gewälzt mit Pralinenmousse.

Mit jedem Bissen steigert sich die Vorfreude auf unsere Tour. Hoffentlich macht das Wetter mit! Die Walser Wanderführerin Daniela Schwendinger erklärt uns den Weg und gibt Tipps. Sie rät uns: „Bitte nicht zu viel einpacken. Alle Rucksäcke werden gewogen, wenn er mehr als neun Kilo wiegt, wird ausgepackt. Wir wandern täglich fünf bis sechs Stunden und werden bis zu 600 Höhenmeter bewältigen. Das ist für geübte Bergsteiger ein Klacks“, sagt sie noch.

Wer sind die Walser?

Stefan Heim, Chronist und Autor des Buches „Walserweg Vorarlberg/Tyrolia Verlag 2013“, gibt uns an diesem Abend Einblick in die Kultur der Walser. Aufgewachsen in einem Bauernhof im Bergdorf Bödmen im hintersten Winkel des Kleinwalsertals, stöberte er im Bücherregal der elterlichen Bauernstube nach Informationen und Dokumenten. Die Walser sprechen einen eigenen Dialekt, ihre Siedlungen sind anders angeordnet, die Architektur und ihre Trachten sind eigenständig. Alle Walser vereint der Heilige Theodul, der in jeder Walser Kirche zu finden ist. Dokumentationen ihrer Geschichte und Informationen in Büchern sind spärlich. Geschichten ihrer Ahnen geben Walser ihren Kindern eher beiläufig weiter. Bei der täglichen Arbeit am Hof, beim Zäune ziehen, bei der Stallarbeit oder beim Holz- machen. So hat auch Stefan die Geschichten seiner Ahnen vom Vater erfahren.

Auswanderung

Vor 700 Jahren erfolgte eine Auswandungswelle aus dem Wallis. Warum? Stefan erzählt: „Die Walser kamen möglicherweise als Wirtschaftsflüchtlinge hierher. Vielleicht zwangen sie Überbevölkerung, Not und Elend zur Auswanderung. Es ist denkbar, dass sie unter adeligen Lehensherrn litten, die ihre Freiheit als Leibeigene einschränkten. Man weiß es nicht genau“.

Die Walser zogen in andere alpine Regionen. Ins Piemonteser Aostatal, in das Tessiner Bosco Gurin, nach Vals und ins Safiental in Graubünden, nach Liechtenstein, Vorarlberg, Lech, Warth und in das Kleinwalsertal. Dies sind einige der vielen Walser Ansiedlungen im Alpenraum. Die meisten Regionen waren bereits besiedelt. Platz blieb nur am steilen Schattenhang der Täler und in Höhenlagen über 1000 Meter. Wo Einheimischen die Bewirtschaftung zu mühsam war, durften die Walser ihre Siedlungen und Gehöfte bauen. Sie waren Experten für Vieh- und Milchwirtschaft und konnten in extremen Berglagen Nischen bewirtschaften, was ihr Überleben sicherte.

Spurensuche

Stefan wollte wissen, wo seine Wurzeln sind und wo die Urahnen siedelten. Er machte sich auf den Weg ins Wallis. Mehrmals ging er den Walserweg von Zermatt bis ins Kleinwalsertal. In ursprünglichen und abgelegenen Bergdörfern traf er Menschen mit demselben Dialekt und seiner „Wellenlänge“. Er wanderte auf alten Wegen und sah Spuren im Gestein, die über Jahrhunderte eingeschliffen wurden. Diese alten Saumpfade der Walser geben uns die Richtung vor für unsere mehrtägige Wanderung.

Großes Walsertal, Alpe Oberüberlut.
Foto © Andreas Riedmiller Großes Walsertal, Günther Niggsch in der Alpsennerei Oberüberlut.

Der Weg ist das Ziel – Kultur und Genuss auf dem Walserweg

Erste Etappe: Mittelberg – Gemstelpass – Hochtannberg – Warth: Höhenunterschied – bergauf 1070 Meter, bergab 650 Meter und Gehzeit 5 Stunden.

Wir starten die Wanderung in Mittelberg. Der Weg führt hinunter zur Breitach, in das Tal der Rehe, wie das Kleinwalsertal früher hieß. Wir bleiben bei den schwarzbraun gefärbten Holzhäusern des Kleinwalsertals stehen. Am Ortsrand von Bödmen war die erste Besiedelung des Kleinwalsertales. Daniela erklärt die besondere Architektur der 500 Jahre alten Walserhäuser. Auffallend sind kleine Fenster und Bachsteine auf dem Dach. Im sog. Pestloch wurden im Mittelalter die Speisen abgestellt. Wenn die an Pest erkrankten Bewohner ihre Teller nicht abholten, wusste man, dass sie verstorben waren. Neben dem Pestloch gibt es ein Loch für Hühner und ein Seelenlöchle als Fluchtweg für die Seelen der Verstorbenen. Witzig fand ich das »Glorialöchle«. Hinterm Herrgottswinkel führt eine Bohrung nach außen, damit am Abend ein Sonnenstrahl das Kreuz beleuchtet.

Landwirtschaft mit hohem Schwierigkeitsgrad

Wir gehen entlang der Breitach. Vorbei an der unteren Gemstelalpe geht es mit einigen Kehren im Bergwald höher. Wir schauen hinauf in Richtung Bärenkopf und Schönesboden. Daniela erzählt: „Dort oben wurde früher gemäht. Mit Sack und Pack zogen Bauernfamilien hoch, um mit der Sense die steilen Grashänge zu mähen. Damit die Bauern im Steilgelände nicht den Halt verloren, trugen sie Nagelschuhe mit Steigeisen. Heu wurde in Heustadeln gelagert und erst im Winter auf dem Schnee nach unten gezogen. Jeder Grashalm wurde gebraucht. Für die Walser war Vieh überlebensnotwendig. Sie entwickelten ein raffiniertes Weidesystem, um mit dem Futter möglichst sparsam umzugehen. Während des hundert Tage langen Alpsommers kam das Vieh von der Niederalp zur Mittelalp und danach  zur Hochalp. Im Herbst zogen die Tiere auf schmalen Steigen ins Tal und blieben noch lange draußen auf der Vorweide.  Erst im Dezember kam das Vieh vom Weidestall in den Hausstall und wurde mit Heu über den Winter gefüttert. „Die Walser waren Experten für hochalpine Landwirtschaft. Sie konnten im Gebirge jede kleine Nische nutzen, um ihre Lebensgrundlage zu sichern“, erläutert Daniela, unsere Bergführerin.

Nach einer willkommenen Verschnaufpause geht es weiter durch eine Engstelle am Bach. Der Pfad ist am Rand der Schlucht in den Fels gesprengt. An der Oberen Gemstelalpe kehren wir ein und machen eine Brotzeit. Ein spritziges Holunderschorle wirkt bei mir Wunder und bringt verbrauchte Kräfte zurück. Nach weiteren dreihundert Höhenmetern und etlichen Serpentinen erreichen wir den Gemstelpass auf 1972 Meer.

Der Gemstelpass war früher ein viel begangener Handelsweg. Käse und Butterschmalz wurden vom Kleinwalsertal nach Hall in Tirol transportiert. An diesem bedeutsamen Salzhandelsplatz tauschte man es gegen das wertvolle „weiße Gold“. Auf der Gemstelpasshöhe taten früher Zöllner ihren Dienst, um Schmugglern das Leben schwer zu machen. Tabak, Käse und Butterschmalz, aber auch Menschen hat man heimlich über diese Grenze gebracht. Daniela erzählt uns Sagen und Schmugglergeschichten, bevor es weitergeht zur Widdersteinhütte, dem höchsten Punkt unserer Tour.

Von hier aus sieht man unsere weitere Route zum Hochtannbergpass und die Salzstraße nach Warth, unserem Tagesziel. Nach flottem Abstieg besuchen wird die kleine Jakobuskapelle am Simmel und das nahegelegene Friedenskreuz. Es ist Spätherbst, das Gras ist braun geworden, dazwischen leuchten die Blätter der Heidelbeersträucher feuerrot. Hier ist eine Wasserscheide zwischen Donau und Lech. Auf dem Salzweg wandern wir leichten Fußes bergab  nach Warth. Rechtzeitig, bevor uns der Regen erreicht, kommen wir an. Wir nächtigen im Wellnesshotel Warther Hof. Ein warmes Bad, ein Saunabesuch, ein kulinarischer Abend mit Fünf-Gänge-Menü und ein Glas Wein machen uns fit für den nächsten Tag.

Zweite Etappe: Warth – Bürstegg – Lech: Höhenunterschied, bergauf 580 Meter, bergab 630 Meter und Gehzeit 4,5 Stunden.

An diesem regnerischen Morgen wandern wir im Gänsemarsch hinter Daniela durch Warth. Kurz nach dem Dorf geht es rechts ab auf eine Bergwiese, dann steil ansteigend Richtung Wannenkopf. Der Weg führt in engen Serpentinen an einer Lawinenverbauung und an Gebüsch vorbei nach oben. Daniela und die anderen sind schneller. Ich sehe nur noch schemenhaft ihre neonfarbenen Anoraks im Nebel verschwinden. Bald erreichen wir Bürstegg, ein kleines Ensemble mit alten Bauernhäusern inmitten einer Almlandschaft. Diese Walserhäuser auf 1719 Metern waren die höchstgelegene Dauersiedlung Vorarlbergs. Ein traumhaftes Plätzchen zum Verweilen, wenn nur der Regen nicht wäre! Bei diesem Sauwetter möchten wir schnell ins Tal kommen.

In Lech besuchen wir das Museum im Huber-Hus. Es lädt dazu ein, in ehemaliges bäuerliches Leben und Arbeiten der Walser einzutauchen. Auch der Bau der Flexenpassstraße ist eindrucksvoll dokumentiert. Sie ist die Lebensader der Region, der erste Teil wurde am 11. Oktober 1897 eröffnet. Erst 1909 konnte diese Straße in den Sommermonaten durchgehend bis ins Lechtal befahren werden. Eine regelmäßige Schneeräumung gibt es erst seit 1936. Bevor es die Flexenpassstraße gab, musste die Versorgung der Orte Warth, Lech und Zürs über Saumpfade und u.a. über den Allgäuer Schrofenpaß organisiert werden. Mit Tragtieren wurden die Waren von Oberstdorf nach Lech transportiert. Besonders sehenswert ist ein Film von den Anfängen des Skitourismus in Lech und Zürs. Er zeigt, wie Einheimische mit Handschaufeln gegen Schneemassen und Lawinen kämpfen. Mir wird bewußt, dass die Walser auch hier Experten in der Nutzung hochalpiner Landschaft sind.

Dritte Etappe: Lech – Formarinsee – Marul, Höhenunterschied – bergauf 320 Meter, bergab 1200 Meter und Gehzeit 5,5 Stunden.

Wir kürzen den langen Anstieg ab und fahren mit dem Wanderbus bis zum Formarinsee. Die Gegend um den Formarinsee und die Rotwand wurde 2015 zur schönsten Region Österreichs gekürt. Schade, der Nebel verwehrt uns heute die Sicht, wir sehen nur rötliche Steinbrocken am Wegesrand liegen. Leicht ansteigend geht es über die Hochebene der Langen Furka, weiter über Karstgelände zur Alpe Laguz hinunter. Von hier aus fahren wir bequem mit dem Wanderbus nach Marul.

Wir sind im Großen Walsertal angekommen. Es ist wegen der artenreichen und ursprünglichen Landschaft als Biosphärenreservat von der UNESCO ausgezeichnet. Wir besuchen die Probstei St. Gerold, eine Klause am Wegesrand. Einmalig sind hier die kunstvoll gestalteten Glasfenster von Kim en Joong in der Pfarrkirche. Im Gemeindehaus von Blons wird an die große Lawinenkatastrophe des Tales erinnert. Außerdem besichtigen wir das Heimatmuseum in Sonntag. Die Sonderausstellung über „Naturheilkunde im Stall“ hat Susanne Türtscher arrangiert.

Mein Fazit

Wir durchwanderten drei Walser-Täler, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Das Kleinwalsertal ist eine liebliche Landschaft, eingerahmt von felsigen Gipfeln der Allgäuer Hochalpen. Dazwischen liegen charakteristische Walser Streusiedlungen, die über Bergwiesen verteilt sind. Einmalig im Alpenraum ist der Hohe Ifen mit dem großen Karstgelände des Gottesackerplateaus. Die umliegenden Berge und das Gottesackerplateau laden zum Wandern ein.

Die Arlbergregion und der bekannte Wintersportort Lech liegen bereits mitten im Hochgebirge. Hier nutzen die Walser die schneereichen Winter, die Ihnen Wohlstand bringen. Mit Seilbahnen, Liftanlagen und Schneekanonen ist fast jeder Winkel erschlossen. Das Angebot in Lech richtet sich vor allem an den wohlhabenden Gast.

Das pure Gegenteil ist das Große Walsertal. Hier gibt es keine großen Hotelanlagen und nur ein einziges kleines Skigebiet. Die alpenländische Kulturlandschaft wird von Landwirten bis in die Höhenlagen bewirtschaftet. Im Großen Walsertal gibt es 47 bewirtschaftete Alpen, davon sind 22 Sennalpen. Sie sind modern ausgestattet und produzieren köstlichen Alpkäse und Butter. Das Biosphärenreservat zieht Wanderer an. Für mich ist das Große Walsertal eine Perle der Alpen. Ein Geheimtipp für Gäste, die Ursprünglichkeit und ein „bsundrigs“ Urlaubserlebnis suchen.

Auf dieser mehrtägigen Tour lernte ich Land und Leute besser kennen. Museumsbesuche ließen mich weit in die Vergangenheit blicken. Dadurch lernte ich die Gegenwart besser zu verstehen. Alle drei Regionen verbindet die gemeinsame Walser Kultur. Hohe Qualität, Regionalisierung und Nachhaltigkeit des Angebots sind echte Markenzeichen dieser Vorarlberger Regionen.

Die Tour „Kultur und Genuss auf dem Walserweg“ geht über Saumpfade und Alppässe, vorbei an Bergseen und Almwiesen. Walser Dörfer und der Besuch von kleinen Museen am Wegesrand bringen die Lebensart der Walser nahe.

Anreise:

Wie komme ich nach Mittelberg im Kleinwalsertal?

Die Zeit ist reif. Starten Sie Ihre private Energiewende und nutzen Sie Bahn und Bus. Damit fahren Sie bequem und umweltfreundlich  ins Kleinwalsertal.

Sparpreisfinder nach OberstdorfDirektzüge und ICE Verbindungen nach Oberstdorf. 

Direkt vor dem Oberstdorfer Bahnhof steigen Sie in den grünen Walserbus Linie 1. Er fährt im 10-Minuten-Takt und bringt Sie in ca. 30 Minuten nach Mittelberg im Kleinwalsertal. Der Fahrpreis beträgt ab Oberstdorf hin- und zurück ca. 5,00 Euro. Wenn Sie im Kleinwalsertal Übernachtungsgast sind, schickt Ihnen Ihr Gastgeber ein Ticket für 2,00 Euro.

 


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Herzlicher Dank an Herrn Elmar Müller von Kleinwalsertal Tourismus für die freundliche Einladung zu dieser Wandertour.

Kommentare

  1. Ein toller Bericht über den Walserweg, der Lust macht aufs Wandern durch diese versteckten Bergwelten. Wir mögen das Kleinwalsertal auch sehr und haben es zu verschiedenen Jahreszeiten erkundet. Wenn Dich unsere Berichte interessieren, klick einfach auf unseren Namen.

    • Hallo Monika und Peter,

      danke Euch beiden. Wer einmal im Kleinwalsertal war, kommt immer wieder. Die Landschaft, die Berge, die saubere – frische Luft und die Gastfreundschaft sind einfach wunderbar. Das Kleinwalsertal ist so leicht von Deutschland aus erreichbar. Es gibt Direktverbindungen mit dem Zug nach Oberstdorf. Von dort geht der Bus im 10-Minuten-Takt ins Kleinwalsertal. Das ist gerade für Wanderer ideal. Wer früh genug bucht, bekommt günstige Sondertarife. Schaut doch in den „Sparpreisfinder“ der DB, wie günstig die Anreise bei frühzeitiger Buchung ist. Da lohnt es sich, die Bergschuhe zu schnüren und den Wagen zu Hause zu lassen.

  2. Lieber Andreas,

    freut mich dass es dir auf der Tour gefallen hat. Du hast wieder einmal einen wunderbaren Bericht geschrieben. Mir gefällt an deinen Berichten, dass du die Menschen wertschätzt. Das ist in der heutigen Zeit leider viel zu selten. Danke und liebe Grüße, Stefan

    • Lieber Stefan,

      dies war eine sehr schöne Wandertour. Deine interessante Erzählung hat mir die Lebensart der Walser näher gebracht. Ich hoffe, dass möglichst viele Gäste diesen Kultur- und Genusswanderweg entdecken und sich auf den Weg machen.

  3. Ein absolut inspirierender Bericht, Andreas! Ich bin schon öfter im Winter zum Winterwandern im Kleinwalsertal gewesen aber dein Bericht macht so richtig neugierig darauf, einmal eine Mehrtageswanderung zu einer anderen Jahreszeit auszuprobieren. Es gibt so viel Landschaft, Genuss und Kultur zu entdecken – fernab der Hektik. Und so geniale Fotos – einfach wunderbar.

    • Liebe Sabine,

      danke für Deine Zeilen. Diese Walser Kultur-Genuss-Wanderung der Bergschule Kleinwalsertal ist neu. Dabei ging es nicht um Gipfel und viele Höhenmeter, sondern um Genuss und Wahrnehmung der Natur. Das Gehen im eigenen Rhythmus ist angenehm und entspannt. Die Kultur kam auch nicht zu kurz. Am Wegrand laden kleine aber feine Museen zum Zwischenstopp ein. Wanderführerin Daniela Schwendinger führte die Tour und gab interessante Erklärungen über die Walser Kultur, die Berge und alles drumherum. Wir nächtigten in schönen Hotels in Warth, Lech und im Großen Walsertal und freuten uns auf ein bißchen Wellness und kulinarische Gerichte am Abend. Diese fünftägige Tour ist empfehlenswert. Gruß Andreas

  4. Das klingt wirklich nach Genusswandern. Ich kenne die Region noch nicht, habe aber sofort Lust bekommen, hinzufahren. Bei den Fotos sieht man mal wieder, dass trotz (oder gerade bei) Regen oft wunderbare Stimmungsbilder entstehen. Sehr inspirierend.

    • Liebe Antje,

      Regen hin oder her, es kommt darauf an was man daraus macht. Das Wetter war recht feucht und das hat manchmal auch seinen Reiz. Am Abend waren wir immer in guten Hotels untergebracht und konnten uns trocknen und aufwärmen. Der krönende Abschluss des Tages war das abendliche Fünf-Gänge-Menü. Die Kultur- und Genusswanderung hat was Besonderes. Ich würde sie gern nochmal im Frühjahr wiederholen, wenn die Alpenflora am Höhepunkt ist. Wenn du Glück hast, kannst du Steinböcke oder Gämsen beobachten. Hast du jetzt noch mehr Lust auf den Walserweg bekommen? Viele Grüße Andreas

  5. Hallo Andreas,
    wir haben auf jeden Fall Lust auf diese Genusstour und gerne gehen wir auch mal mit dir im Frühjahr ins Walsertal. Wird wohl erst in 2017, da dieses ja schon fast wieder vorbei ist, also das Frühjahr zumindest. ;).

    Danke für die Anregung!

    Grüße, Thomas und Silke.

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