Faszination Natur: UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald

Schöner, stiller Winter

Sturm bläst in die Äste der alten, windgeknickten Buchen. Die Bäume sind dick mit Schnee- und Eiskristallen umgeben. Es glitzert wie im Eispalast. Bin unterwegs am Kickelhahn im UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald. Ich liebe kalte, stürmische Wintertage und fotografiere gern Schnee, bereifte Bäume und Winterlandschaften.

Im Winter kommt die Natur zur Ruhe. Flocken rieseln sanft vom Himmel. Steine im Bachbett haben weiße Kapuzen angezogen. Fast alle Geräusche werden vom Schnee absorbiert. Ich höre nur das Knirschen meiner Schuhe im Schnee. Mich entspannt das Gehen im Winterwald. Dies bringt mich zur inneren Ruhe.

Natur erleben im UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Natur erleben im UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.

Auf dem Goetheweg

Mit dem RennsteigShuttle ist der Bahnhof Stützerbach erreichbar. Mein Ziel ist der Kickelhahn, der in zwei bis drei Stunden zu besteigen ist. Das blaue „G“ in Sütterlinschrift ist mein Wegweiser, der mir den Goetheweg zeigt. Es geht vorbei an offenen Waldlichtungen und entlang eines Baches. Am Bach beobachte ich eine Wasseramsel, die von Stein zu Stein hüpft. Sie sucht eisfreies Wasser und kleine Stromschnellen mit Kehrwasserstellen. Hier taucht sie minutenlang nach Futter. Dabei dreht sie Steinchen mit ihrem Schnabel um und sucht nach darunter liegenden Köcherfliegen, Würmern und Käferlarven.

Bald bin ich im „Finsteren Loch“ angekommen. Dies ist ein kleiner Talkessel mit einem Wasserfall. Auf einem Schild steht geschrieben: Hier war 1776 Rastplatz der herzoglichen Jagdgesellschaft. Das „nächtliche Gelage am Fuß der Felsenwand“ schildert Goethe im Gedicht „Ilmenau“.

Ein Tannenhäher fliegt krächzend und laut schimpfend davon. Tannenhäher bunkern Nüsse und fetthaltige Samen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass er jedes Jahr bis zu 20 000 Nüsse für den Winter einlagert. Von den versteckten Körnern werden nur zehn Prozent als Futter genutzt. Die restlichen Samen und Nüsse keimen im folgenden Frühjahr. Deshalb nennt man Häher auch Gärtner des Waldes.

Auf dem Gipfelplateau des Kickelhahn erwarten mich neben dem Berggasthaus zum Einkehren auch Ruhebänke mit wunderbarer Aussicht ins Tal.

Der Kickelhahn ist Aussichtsberg und Wahrzeichen der Stadt Ilmenau im Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Der Kickelhahn ist Aussichtsberg und Wahrzeichen der Stadt Ilmenau im Thüringer Wald.
Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Bergwald am Kiickelhahn.
Foto © Andreas Riedmiller Winterwild am Kickelhahn.
In dieser Jagdhütte auf dem Kickelhahn hat Goethe das Gedicht „Wandrers Nachtlied“ 1780 an die Holzwand des Häuschens gekritzelt.
Foto © Andreas Riedmiller In dieser Jagdhütte auf dem Kickelhahn hat Goethe das Gedicht „Wandrers Nachtlied“ 1780 an die Holzwand des Häuschens gekritzelt.
Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Berggasthaus am Kickelhahn im Thüringer Wald.
Wegmarkierung am Goetheweg
Foto © Andreas Riedmiller Wegmarkierung am Goetheweg
Winterwald am Goetheweg.
Foto © Andreas Riedmiller Winterwald am Goetheweg.
Winterwald mit Douglasien am Goetheweg.
Foto © Andreas Riedmiller Winterwald mit Douglasien am Goetheweg.
Museum Jagdhaus Gabelbach.
Foto © Andreas Riedmiller Museum Jagdhaus Gabelbach.
Winterwald am Goetheweg
Foto © Andreas Riedmiller Winterwald am Goetheweg
Winterwald am Goetheweg.
Foto © Andreas Riedmiller Winterwald am Goetheweg.
Winterwald am Goetheweg
Foto © Andreas Riedmiller Winterwald am Goetheweg
Finsteres Loch. „Dieser kleine Talkessel war 1776 Rastort der herzoglichen Jagdgesellschaft. Das nächtliche Gelage am Fuß der Felswand schildert Goethe im Gedicht –Ilmenau- . Die Handschrift des Gedichtes ist im Goethehaus Stützerbach zu sehen.“
Foto © Andreas Riedmiller Finsteres Loch. „Dieser kleine Talkessel war 1776 Rastort der herzoglichen Jagdgesellschaft. Das nächtliche Gelage am Fuß der Felswand schildert Goethe im Gedicht –Ilmenau-. Die Handschrift des Gedichtes ist im Goethehaus Stützerbach zu sehen.“

Wildfütterung im Märchenwald

Besonders freue ich mich am Nachmittag auf die Wildfütterung. In meiner Pension „Zum Reifberg“ habe ich gleich beim Einchecken das kostenlose Rennsteig-Ticket bekommen. Der Wirt gab mir Tipps mit, wo die Bushaltestellen und der Bahnhof zu finden sind. Mit dem RennsteigShuttle fahre ich von Stützerbach in fünfzehn Minuten zum Bahnhof Rennsteig hoch. Der liebevoll restaurierte Bahnhof liegt mitten im Wald. Von hier aus sind es nur noch zwei Kilometer zu Fuß auf einem Forstweg, bis zum ausgemachten Treffpunkt am Bunkermuseum. Naturführer Mario Noeckel und die anderen sind schon da.

Schneeflocken schaukeln herab und bedecken Wald und Landschaft. Mit Fernglas, Fotoapparat am Hals und Glühwein im Rucksack sind wir gut vorbereitet. Wir stapfen in den großen Spuren des Jägers durch den Winterwald nach. Mario führt uns an einen geheimen Ort. Dort hat er vor zwölf Jahren einen Beobachtungsstand gebaut. Während dieser langen Zeit gewöhnte sich das Rotwild an die Besucher. Aus der Ferne sehen wir die erste Hirschkuh. Wir halten uns strikt an Mario Anweisungen. „Geht im Gänsemarsch und seid bitte still und bleibt nicht stehen sonst ist das Wild weg,“ flüstert er uns zu.

Wir sind im höher gelegenen Beobachtungsstand angekommen. Bald lässt sich mehr und mehr Rotwild blicken. Die Tiere kennen das tägliche Ritual. Erst kommen die Besucher, dann gibt es Futter. Heute bringt Mario zum Nachtisch einen vollen Schubkarren Fallobst. Das Wild bleibt vorsichtig stehen und beobachtet, wo er die Äpfel verteilt. Die Tiere kommen nahe an unser Versteck und beachten uns nicht.

Wir erleben, wie sich wilde Tiere ohne Scheu vor unseren Augen bewegen. Es ist wie im Märchen. Im Beobachtungsstand kommentiert Mario das Verhalten des Wildes und erzählt leise seine Geschichten von Natur und Wald. Nebenbei reicht er den Zuschauern Hirschgeweihe und Schädelknochen zum Anfassen weiter. Erwachsene und Kinder sind gleichermaßen von so viel Naturnähe und von diesem Erlebnis fasziniert. Im Märchenwald vergehen drei Stunden Zeit wie im Flug. Es ist dunkel geworden, und jetzt erst laufen wir im verschneiten Wald zurück.

Auf dem Weg zur Wildfütterung im Rennsteiggebiet.
Foto © Andreas Riedmiller Auf dem Weg zur Wildfütterung im Rennsteiggebiet.
Zum Nachtisch gibt es Fallobst.
Foto © Andreas Riedmiller Zum Nachtisch gibt es Fallobst.
Naturerlebnis Wildfütterung.
Foto © Andreas Riedmiller Naturerlebnis Wildfütterung.
Natur erleben an der Wildfütterung.
Foto © Andreas Riedmiller Natur erleben an der Wildfütterung.
Natur erleben an der Wildfütterung.
Foto © Andreas Riedmiller Natur erleben an der Wildfütterung.
Faszination Natur im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Faszination Natur im Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.
Bahnhof Rennsteig im Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Bahnhof Rennsteig im Thüringer Wald.
Thüringer Bratwurst
Foto © Andreas Riedmiller Thüringer Bratwurst

Goethemuseum in Stützerbach

Das Goethe-Museum steht direkt am Weg und ist seit 1962 öffentliche Gedenkstätte. Es zeigt wissenschaftliche Studien und gibt Einblicke in die Geschichte der Glas- und Papierherstellung. Zwischen 1776 und 1780 verweilte Goethe hier dreizehn Mal. Damals war er Oberaufseher des Bergbaus für das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Seine berufliche Aufgabe nutze er gerne für Wanderungen in die Umgebung.

Heimatmuseum in Stützerbach

Renate Klabunde steht am historischen Glasbrennofen und erläutert die Geschichte der Glasindustrie Stützerbachs. „Der Heimatverein möchte an die 360 Jahre dauernde Zeit der Glastradition erinnern und die Wertschätzung für diese Leistungen wach halten“, erklärt sie.

Früher lebten die Menschen als Köhler, Harzsammler und Pechsieder vom Wald. Schusterpech und Abdichtmaterial wurden im Schiffsbau oder für Bierfässer gebraucht. Später produzierte die Glasindustrie Laborglasgeräte, die Pionierleistungen auf diesem Gebiet fanden weltweit Beachtung. Das erste Glasthermometer, die erste Glühbirne und das erste doppelwandig isolierte Glasgefäß stammen aus Stützerbach. Hier wurde ein Teil deutscher Industriegeschichte geschrieben.

Der Ort Stützerbach im Thüringer Wald hat eine lange Glasbläsertradition.
Foto © Andreas Riedmiller Stützerbach im Thüringer Wald hat eine lange Glasbläsertradition.
Goethemuseum in Stützerbach.
Foto © Andreas Riedmiller Goethemuseum in Stützerbach.
Schmiedeisener Gartenzaun in Stützerbach.
Foto © Andreas Riedmiller Schmiedeisener Gartenzaun in Stützerbach.
Häuser mit Schieferfassaden in Stützerbach.
Foto © Andreas Riedmiller Häuser mit Schieferfassaden in Stützerbach.
Haus in Stützerbach.
Foto © Andreas Riedmiller Haus in Stützerbach.
Glasbläser in Schmiedefeld am Rennsteig.
Foto © Andreas Riedmiller Glasbläser in Schmiedefeld am Rennsteig.
Haus mit rosa Schieferfassade.
Foto © Andreas Riedmiller Haus mit rosa Schieferfassade.
ie letze Glasschmelze von 1989 der Stützerbacher Laborglasindustrie ist im Heimatmuseum aufgebahrt.
Foto © Andreas Riedmiller Die letze Glasschmelze von 1989 der Stützerbacher Laborglasindustrie ist im Heimatmuseum aufgebahrt.
Stützerbach am Abend
Foto © Andreas Riedmiller Stützerbach Häuser mit Schieferfassaden.

Natur erleben im Thüringer Wald

Jens Löser von der Pension „Zum Reifberg“ sagt: „Die Natur bei uns hat so viel Schönes zu bieten. Gerade jetzt sehen wir herrliche Winterlandschaften im Thüringer Wald. Sehenswert sind auch die artenreichen, blühenden Wiesen- und Auenlandschaften im Frühjahr. Es gibt unendlich viele Wandermöglichkeiten in nächster Umgebung. Alle Ausgangspunkte für Wanderungen sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Das neue Rennsteig-Ticket ist für Übernachtungsgäste kostenlos und berechtigt zur freien Fahrt in die Umgebung. Das erweitert den Aktionsradius für Wanderer erheblich. Vielleicht sind passionierte Autofahrer zum Umsteigen zu gewinnen?“

Im Winterwunderland

Die Region des UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald ist schneesicher. Die fast 1000 Meter hohen Mittelgebirgsgipfel ragen aus dem Nebel der Niederungen heraus. Auch wenn es gerade mal nicht schneit, ist es in dieser Höhe immer noch kalt genug, um Bäume und Wälder mit glitzernden Reifkristallen glänzen zu lassen.

Der nahegelegene Schneekopf, einer der schönsten Aussichtsberge, ist mit dem Bus in 15 Minuten erreichbar. Von oben sieht man auf ein bewaldetes Hügelmeer das bis zum Horizont reicht. Wie aus dem Cockpit eines Flugzeugs blicke ich auf die bewaldete Landschaft des Thüringer Waldes hinunter. Hier ist Platz für Wintersportler und für Natur.

In den weitläufigen Wäldern des Biosphärenreservates sind gepflegte Loipen für Langläufer. Für Wanderer gibt es ausgedehnte, geräumte Winterwanderwege. Schneeschuhwanderer lieben das Gehen querfeldein. Die bessere Idee: Sich einfach einer geführten Schneeschuhwanderung anschließen. Das Erlebnis wird keinen enttäuschen. Ein geschulter Ranger oder Guide kann Aug´ und Ohr für die Natur sensibilisieren. Er kann Tierspuren erklären, den Wald, die Natur und Wintererlebnisse vermitteln.

Original Thüringer Klöße

Am Abend erzähl´ ich dem Wirt von meinem erlebnisreichen Tag und freu´ mich auf das Abendessen. Jens balanciert den Teller mit zwei riesigen Klößen an meinen Tisch. Das ist die richtige Stärkung nach einem langen Wandertag. Mit Löffel und Gabel teile ich sie in Stücke, sie haben butterweiche, flockig-lockere Konsistenz. Ich frage Jens nach seinem Geheimrezept für diese Gaumenfreude. „Das Wichtigste ist das richtige Mischungsverhältnis zwischen rohen Kartoffelflocken und frischem Kartoffelbrei. Es muss zwei Drittel zu einem Drittel sein. Mit dem richtigen Mischungsverhältnis kannst du die Konsistenz der Klöße exakt einstellen. Dann gibt es weder eine Kartoffelsuppe noch Klöße, hart wie Tennisbälle“, sagt Jens und lacht dabei laut.

Für seine Klöße ist Jens Löser vom Gasthof-Pension „Zum Reifberg“ weithin bekannt. Manche Gäste kommen extra hergefahren, um sie zu verkosten. Im Kloß sind 100 Prozent Thüringer Rohstoffe drin. Sie sind handgemacht und kommen frisch auf den Tisch. Für seine Kochkunst bekam Jens Löser das „Thüringer Kloßsiegel!“ überreicht. Guten Appetit!

Vielfalt, Frische und guter Geschmack regionaler Produkte überzeugen den Gast. Für regionale Lebensmittel braucht es keine langen Transportwege. Ganz nebenbei werden Anbieter und Produzenten gestärkt. Ideenreiche Köche sind in der Lage, regionale Erzeugnisse zu veredeln und frisch auf den Tisch zu bringen. So entsteht eine gelungene „Win-Win-Situation“ für alle: Für Gäste, Produzenten, Gastgeber, und nicht zuletzt gewinnt die Kulturlandschaft.

UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald

Im Biosphärenreservat wird nachhaltige Entwicklung gefördert. Die UNESCO hat weltweit über 500 Regionen mit diesem Prädikat ausgezeichnet. Nachhaltige Nutzung der Kulturlandschaft durch den Menschen ist ausdrücklich erwünscht. Die Entwicklung der verschiedenen Landschaftstypen wird von Mitarbeitern des Biosphärenreservats gemanagt. Ziel ist, die Balance zwischen menschlicher Nutzung und artenreicher Entwicklung zu fördern oder ggf. wieder herzustellen. Dazu gehört auch eine nachhaltige, behutsame Entwicklung des Tourismus mit Rücksichtnahme. Die Ressourcen der Naturlandschaft sollen geschützt werden.

Informationszentrum des UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald im Haus „Am Hohen Stein“.

Was hat diese Region mit der UNESCO zu tun? Im Infozentrum gibt es Einblicke in die Welt der Moore, Bäche, Wiesen und Wälder des Biosphärenreservats. Hier ist auch die Touristinfo untergebracht. Sie bekommen gerne persönliche Beratung und Infos für einen gelungenen Aufenthalt.

Geöffnet ist das Informationszentrum täglich von 10.00 – 18.00 Uhr.

Informationszentrum Biosphärenreservat
Brunnenstraße 1
98711 Schmiedefeld am Rennsteig
Tel.: (036782) 6 66 22
infozentrum.schmiedefeld@nnl.thueringen.de

Faszinierende Natur in der Kernzone Vessertal im UNESCO-Biosphärenreservat.

In der Kernzone Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
Foto © Andreas Riedmiller In der Kernzone Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
Wanderung in die Kernzone Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung in die Kernzone Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
In der geschützten Kernzone des Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
Foto © Andreas Riedmiller In der geschützten Kernzone des Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
In der geschützten Kernzone des Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.
Foto © Andreas Riedmiller In der geschützten Kernzone des Vessertal des UNESCO-Biosphärenreservat.

Anreise mit der Bahn:

Das UNESCO Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald liegt ziemlich genau in der Mitte Deutschlands. Sie können bequem und umweltfreundlich mit der Bahn zum Zielbahnhof Suhl oder Erfurt reisen.

Von Erfurt aus fährt der RennsteigShuttle in die Rennsteigregion. Vom Bahnhof Suhl nach Stützerbach fährt die Buslinie 300.

Mobil mit öffentlichen Verkehrsmitteln vor Ort:

Übernachtungsgäste der Rennsteigregion haben freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Die Orte Großbreitenbach, Altenfeld, Neustadt am Rennsteig, Frauenwald, Schmiedefeld am Rennsteig, Stützerbach, Gehlberg, Frankenhain, Manebach, Schleusegrund und Nahetal-Waldau, haben sich dem Rennsteig-Ticket angeschlossen.

Gäste dieser Orte können auch die Rennsteig-Busse zwischen Oberhof und Masserberg, zwischen Suhl und Ilmenau benutzen. Ebenso am Wochenende die Verbindung mit dem RennsteigShuttle auf dem Abschnitt von Ilmenau bis zum Bahnhof Rennsteig.

Fragen Sie am besten ihren Gastgeber vor Ort. Er gibt Ihnen sicher gerne Auskunft, wie Ihr Ziel am besten zu erreichen ist.

www.rennsteig-ticket.de

Mein Tipps:

Mit dem Rennsteigshuttled er Erfurter Bahn in 45 Minuten von Erfurt ins Biosphärenreservat Vessertal Thüringer Wald.
Foto © Andreas Riedmiller Mit dem Rennsteigshuttle der Erfurter Bahn in 45 Minuten von Erfurt ins Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald.
Ausstellung im neuen Verwaltungsgebäude des Biosphärenreservats.
Foto © Andreas Riedmiller Neues Informationszentrum des Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald in Schmiedefeld.

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Biosphaerenreservat_Vessertal__12018

Der Artikel wurde erstellt mit Unterstützung von Fahrtziel Natur, der Kooperation von BUND, NABU, VCD und DB.

Kommentare

  1. Petra Hofmann meint:

    Sehr schöne Beschreibung unserer Heimat, jetzt müssen nur noch Interessenten kommen.

    • Liebe Petra,

      Die kommen ganz bestimmt. Diese zauberhafte Region ist noch viel zu wenig bekannt. Im Biosphärenreservat Vessertal gibt es unzählige Angebote für Wanderer und Familienurlauber. Das Vessertal liegt zentral in Deutschland und ist mit der Bahn von allen Seiten aus gut und schnell erreichbar. Busverbindungen vor Ort sind für Übernachtungsgäste kostenlos.

      Andreas

  2. Hallo Andreas,

    habe heute den Blog gelesen und ich finde ihn toll, wunderbare Bilder super geschrieben, man bekommt Lust hier hin zu kommen. Ich danke Dir von Herzen für diesen wunderschönen Blog. Bleib Gesund und vielleicht sehen wir uns mal wieder.
    Mit kloßartigen Grüßen aus Stützerbach/Thür.Wald

    Jens Löser

    • Hallo Jens,

      danke dir für diesen Kommentar. Das Biosphärenreservat Vessertal im Thüringer Wald ist eine schöne Gegend. Wandern im Winterwald ist einfach traumhaft. Diese Region hat viel zu bieten und ist gut mit dem Zug von überall erreichbar. Ein besonderes Erlebnis war für mich der Besuch der Wildfütterung im Winterwald am Rennsteig-Bahnhof. Wir waren total begeistert, wildlebende Tiere so nah zu erleben. Und danach Einkehr im Gasthof bei Dir und bei einem Glas Wein den Tag ausklingen lassen. So stelle ich mir Urlaub vor. Es gibt so schöne Gebiete in allernächster Nähe zu entdecken. Und die Klöße sind ein Gedicht. Warum habe ich bloß kein Bild gemacht? Ich muß im Frühling nochmal kommen.

      Herzlicher Gruß Andreas

  3. Rolf u. Christa Geier meint:

    Wir kommen aus BW, aus dem Taubertal. Waren schon 3 Mal im Hainich, von Friedrichroda aus. Das erste Mal noch gut zu Fuss, dann musste ich meine Frau im Rollstuhl durch das Reservat und auf dem Baumwipfelpfad schieben. Aber alles kein Problem, da zum Pfad ein Aufzug installiert ist. Das Personal ist sehr zuvor kommend. Und dann der Zwetschgenkuchen im Cafe im Eingangsbereich: einfach köstlich. Allerdings waren die Tyraden von Wespen schon lästig. Wir kommen wieder.

    • Hallo Christa und Rolf,

      danke für Euren Kommentar. Zwetschenkuchen ist für Wespen unwiderstehlich. Dies ist auch bei uns im Garten so. Der Baumwipfelpfad ist wirklich schön, besonders zu außergewöhnlichen Tageszeiten. Vor allem Menschen mit Handicap können problemlos mit dem Aufzug hochfahren. Von oben gibt es einzigartige Einblicke in den Nationalpark und Ausblicke über den umliegenden Buchenwald. Infotafeln informieren über Natur und Ökologie. Besonders empfehlenswert finde ich eine Führung mit Ornithologen über den Baumwipfelpfad. In Augenhöhe kann man unterschiedliche Vogelarten beobachten und wenn man Glück hat sogar Vogelnester sehen. Biologen stellen nachts manchmal Lichtfallen auf um Nachtfalter anzulocken. Im Biosphärenreservat kann man Natur erleben. Der Wind, die Sonne, das frische Grün der Buchen und die Vogelstimmen im Frühling sind ein einmaliges Erlebnis. Man sieht nur was man weiß. Es gibt es ein großes Angebot an Führungen mit Park-Rangern für jung und alt. Gruß Andreas

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