Schwäbische Alb: Albtrauf – junge Donau – Natur erleben

Auf die Kante, fertig, los

Wanderer, Mountainbiker und Kanufahrer sind von der Schwäbischen Alb begeistert. Insider wussten schon lange um die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Der Albverein für Wanderer, 1888 aus der Taufe gehoben, begründet den 350 Kilometer langen Weitwanderweg Albsteig (HW1). Er führt von Tuttlingen bis Donauwörth, immer schön entlang der Kante des Albtraufs. Diese lange Tour über felsige Aussichtsbalkone braucht Ausdauer. Bis heute betreut der Albverein ein Wegenetz von über 23 000 Kilometer. Wandern ist Trend.

Wandern tut gut

Immer mehr Menschen entdecken die wohltuende Wirkung des Wanderns auf Körper und Seele. Wandern bringt mentale Entspannung als Gegenpol zum hektischen Alltag. Die bewusste Wahrnehmung der Umgebung, die Langsamkeit der Fortbewegung oder das Beieinandersein mit Gleichgesinnten fördert die Entspannung. Wandern ist ein Ausstieg auf Zeit, man kann zu sich selbst finden, den Alltagsstress abbauen und frische Kräfte sammeln.

Bewegung in der Natur und Naturerlebnis fördern Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden. Wandern ist ein Sport, den jeder nach persönlicher Lust und Vorliebe ausüben kann. Entweder mehr sportlich, mit Freunden oder in gemütlicher Gesellschaft. Mit einem Guide, der Wissen über Natur und Landschaft vermittelt und mit kulinarischem Genuss aus der Region. So kann man in Großstadtnähe leicht dem Alltag entkommen und für sich kleine Fluchten suchen und positive Erinnerungen speichern.


Blick vom Tieringer Hörnle
Foto © Andreas Riedmiller Blick vom Tieringer Hörnle in das Eyachtal und über den Albtrauf.
Wanderung entlang der Traufpfade zum Tieringer Hörne.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung auf dem HochAlbPfad zum Tieringer Hörnle.
Blick vom Tieringer Hörnle
Foto © Andreas Riedmiller Blick vom Tieringer Hörnle in die Bannwaldregion
Bannwaldregion am Albtrauf
Foto © Andreas Riedmiller Bannwaldregion
Blick auf Eyachtal und Albtrauf
Foto © Andreas Riedmiller Blick auf Eyachtal und Albtrauf
Weite Parklandschaft der Hülenbuchwiese. Blätter der Traubeneiche - Quercus petrea, die hier wächst.
Foto © Andreas Riedmiller Weite Parklandschaft der Hülenbuchwiese. Blätter der Traubeneiche – Quercus petraea
Foto © Andreas Riedmiller Hülenbuchwiese -„Parklandschaft“ mit Solitärbäumen
Mager- und Trockenwiese mit Klappertopf.
Foto © Andreas Riedmiller Mager- und Trockenwiese – Klappertopf.
Kleine Pause an der Hülenbuchwiese.
Foto © Andreas Riedmiller Kleine Pause an der Hülenbuchwiese.
Wanderung über die Hülenbuchwiese.
Foto © Andreas Riedmiller Wanderung über die Hülenbuchwiese.
Eisenhaltiges Wasser bei der Schlichemquelle.
Foto © Andreas Riedmiller Eisenhaltiges Wasser –  Schlichemquelle.
Schöner Pfad zur Schlichemquelle
Foto © Andreas Riedmiller Pfad zur Schlichemquelle
Barfußpfad bei Tieringen.
Foto © Andreas Riedmiller Die Jungs vom Heimatverein Tieringen zeigen uns den Barfußpfad.
Barfußpfad bei Tieringen.
Foto © Andreas Riedmiller Barfußpfad – Lehmsule bei Tieringen, gut für warmgelaufene Füße.

Schnuppertouren durch die Schwäbische Alb

Ich bin zu zwei „Schnuppertouren“ eingeladen. Rund um Albstadt gibt es sieben sog. „Traufgänge“. Das sind kürzere, genussvolle Wanderrunden mit fantastischen Panoramablicken. Die ausgebauten und gut beschilderten Pfade führen auf und ab entlang der geologisch eindrucksvollen Traufkante der Schwäbischen Alb.

Im oberen Donautal sind es die fünf „Donauwellen“. Diese Wanderwege sind wie die „Traufgänge“ als „Premiumwege“ ausgezeichnete Routen. Die einzelnen Rundtouren sind leicht an einem Tag zu erwandern. Der Blick aus der Vogelperspektive auf die umliegende Landschaft war überwältigend. Das Gehen auf knorrigen Wurzelwegen oder weichem Waldboden ist angenehm für die Beine, das Gehen durch Buchenwälder, durch Blumenwiesen, entlang von Hecken einfach schön. Am Weg gibt es Felsvorsprünge und Kanzeln, die zur Rast einladen. Auf den umliegenden Felszinnen thronen Burgruinen und Schlösser. Der Blick in den „Grand Canyon“ der Donau ist wunderbar.

HochAlbPfad zum Tieringer Hörnle

Zuerst wandern wir auf dem „HochAlbPfad“ zum Tieringer Hörnle. Einheimische, Jugendliche vom Heimatverein „Kohlraisle e.V“ aus Tieringen und der Revierförster schärfen unseren Blick für die Naturschätze dieser Region. Der Revierförster erklärt uns den Bannwald, der seit 90 Jahren unter Schutz steht, er hat sich zum Urwald entwickelt. Stehendes und liegendes Totholz bietet Unterschlupf und genügend Nahrung für viele Tiere, die hier ungestört leben können. „Allerdings gibt zu viele Rehe, die zu viele junge Bäume aus dem Wald herausfressen. Rehe müssen bejagt werden, dass sich wieder eine Naturverjüngung entwickelt“, sagt der Förster. Der Blick entlang der Traufkannte am Tieringer Hörnle ist fantastisch.

Erfolgsstory Uhu

Besonders wohl fühlt sich der Uhu am Albtrauf. Vor vierzig Jahren war die eindrucksvolle Eule mit 180 Zentimeter Flügelspannweite in Deutschland vom Aussterben bedroht. Es gab damals noch 50 Brutpaare in ganz Deutschland, heute sind es 1000. Der ruhig gelegene Bannwald am Alptrauf mit felsigen Schlupflöchern und Nahrung ist ein optimaler Lebensraum. Zur Jagd braucht der Uhu offene Landschaften. Genug davon findet er in den nahegelegenen Hülenbuchwiesen.

In unserer ausgeräumten, intensiven Agrarlandschaften kann der Uhu nicht überleben. Dort findet er kaum Fressbares. Die Zivilisationslandschaft mit Hochspannungsmasten, Straßen-, Schienenverkehr und vielen Windenergieanlagen sind für ihn gefährlich. Deswegen sind die geschützten Bannwälder am Albtrauf für den Uhu und für die Entwicklung der Artenvielfalt insgesamt sehr wichtig.

Zum Tieringer Hörnle

Es sind wenige Höhenmeter zum ersten Etappenziel. Wie ein Schiffsbug ragt das knapp 1000 Meter hohe Tieringer Hörnle in den blauen Himmel. Vor uns liegt die steile Abbruchkannte des Albtraufs. Der Blick gen Westen zeigt die lange, felsige Mauer des ehemaligen Kalkriffs. Weißes Juragestein baute sich schichtweise auf. Wasser erodiert seit Jahrtausenden tiefe Rinnen und Höhlen in das weiche Kalkgestein. Der Albtrauf zieht 350 Kilometer durch Baden-Württemberg, von Tuttlingen bis Donauwörth. Drunten im Albvorland und im Eyachtal liegen die Ortschaften Laufen, Dürrwangen, Stockhausen und Zillhausen, die zu Balingen gehören.

Sonnenaufgangswanderung mit dem Heimatverein

„Am schönsten ist es hier oben im Frühsommer“, meint Christoph Eppler vom Heimatverein. „Mehrmals im Jahr machen wir hierher Wanderungen zum Sonnenaufgang. Wenn im Spätsommer Gräser reifen, sieht die weite, wellige Hochebene aus wie eine trockene, afrikanische Savanne. Gäste sind willkommen, mit uns zu wandern“, meint Sebastian Rottler vom Heimatverein.

Der Pfad führt ins Tal, vorbei an der Schlichemquelle und wieder nach Tieringen. Vorher dürfen wir noch über den einen Kilometer langen Barfußpfad laufen, den die Jungs vom Heimatverein Kohlraisle e.V. bauten. Der ehemalige Besitzer der Textilfirma Mauthe aus Tailfingen spendierte das Grundstück für den Barfußpfad sowie für eine angrenzende Streuobstwiese.


Im „Grand Canyon“ der Donau


Mit dem Zug ins Donautal
Foto © Andreas Riedmiller Mit dem Zug ins Donautal
Donautalblick
Foto © Andreas Riedmiller Stiegelefels – Donautalblick
Junge Donau
Foto © Andreas Riedmiller Junge Donau – Zeit für Natur
Pfingstnelke - Dianthus gratianopolitanus
Foto © Andreas Riedmiller Pfingstnelke – Dianthus gratianopolitanus auf Felsvorsprung.
Blick vom Knofpmacherfels
Foto © Andreas Riedmiller Blick vom Knofpmacherfels
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Akelei – Aquilegia vulgaris –
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Donaufelsen-Tour
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Von Blüten gesäumter Pfad.
Donau Felsentour
Foto © Andreas Riedmiller Höhlenbesuch – Donau Felsentour
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Thomas hat eine Pfingstnelke im Blick.
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Grüne Hölle – Donaufelsen-Tour
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Überraschende Ausblicke vom Stiegelefels
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Einkehr im Gasthof Jägerhaus – regionale Küche
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Afrikanische Zeburinder liefern Biofleisch für die Küche im Gasthof Jägerhaus
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Junge Donau
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Junge Donau – Donaufelsen-Tour
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Donaufelsen-Tour
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Zaungäste am Knopfmacherfels
Junge Donau, Donaufelsen-Tour
Foto © Andreas Riedmiller Jägerhaus – Donaufelsen-Tour

Junge Donau – Wellenreiten

Den 2857 Kilometer langen Lauf der Donau kenne ich gut. 1994 war ich mehrmals unterwegs, um Donau-Motive für einen Bildband (Die Donau – Eine Bildreise, von Thomas A. Merk/Andreas Riedmiller/Ellert & Richter Verlag, Hamburg 1994) zu fotografieren. Die Donau fließt als einziger Fluß von West nach Ost. Dabei quert sie zehn verschiedene Länder, bis sie im rumänischen Delta zur Ruhe kommt.

Die ersten Rinnsale der Donau entspringen in einem großen Quellgebiet im Schwarzwald. Von hier aus machte ich mich mit der Kamera auf den langen Weg. Als offizielle Donauquelle gilt der in Beton gefasste Quelltopf im Park des Fürstenberg`schen Schlosses zu Donaueschingen. Wir lernten „Brigach und Breg bringen die Donau zweg“, die Stelle ist unterhalb von Donaueschingen. Erst ab diesem Punkt heißt der Fluß offiziell „Donau“.

Nahe Immendingen und Möhringen befindet sich die Versickerung der Donau, ihr Wasser versickert an verschiedenen Stellen blubbernd und glucksend im karstigen Untergrund. Das Donauwasser kommt erst zwölf Kilometer weiter unten in der Aachtopfquelle, mit Wucht und vom Schluff braun gefärbt zum Vorschein. Die Donau ist der einzige Fluß der gleichzeitig in zwei Weltmeere fließt. Zum einen fließt sie über den Weg der Versickerung in die Quelle des Aachtopfes. Von da aus in den Bodensee und weiter über den Rhein bis in die Nordsee. Der andere Teil vereinigt sich auf dem langen Weg mit 35000 Bächen und Nebenflüssen und fließt ins Schwarze Meer.

In der Schwäbischen Alb stellt sich der jungen Donau die große Kalksteinmauer in den Weg, die sie durchbrechen musste. Die Strecke zwischen Fridingen und Thiergarten ist für mich der schönste Abschnitt am ganzen Donaulauf. Obwohl weiter unten noch Attraktionen, wie die Weltenburger Enge, die Wachau, die Donauauen bei Wien, urwaldähnliche Auwälder in Ungarn und das Donaudelta folgen. Diese Regionen sind alle auf ihre Weise interessant und sehenswert.

Die junge Donau schlängelt sich im Donautal um die aufragenden Felsen und teilt sich den engen Platz mit Eisenbahn und Straße. Am schönsten erleben sie diesen Abschnitt zu Fuß, mit dem Kanu oder mit dem Fahrrad.

DonauWellen

Die Region zwischen Tuttlingen und Sigmaringen nennt man Donaubergland. Hier gibt es fünf ausgezeichnete Rundtouren, die den touristischen Markenbegriff „DonauWellen“ bekamen. Die unterschiedlichen Tagestouren führen unter und über die Aussichtsfelsen, rund um die junge Donau. Vielleicht haben die Verantwortlichen im Tourismus gedacht, dass diese vom Deutschen Wanderverband ausgezeichneten Premiumwanderwege, wie „Sahnehäubchen“ am Lauf der Donau sind? Ja, das sind sie wirklich!

Wir wandern die fünfzehn Kilometer lange Donaufelsen-Tour. Das Wandermagazin kürte diesen Wanderweg zu einem der zehn schönsten Wanderwege 2015 in Deutschland. Wir wandern vorbei an bemoosten Felsen und durch kühle Schluchtwälder bis ins Tal. Wir erreichen das Gasthaus Jägerhaus und gönnen uns eine kleine Pause.

Auf Fotopirsch gehe ich umher und sehe: „Zebus“! Afrikanische Zeburinder? Na sowas, was machen Zebus im Schwäbischen? Familie Stehle vom Jägerhaus züchtet Bio-Zeburinder für die eigene Küche. Daneben gibt es Wild und Fisch aus eigener Zucht. Gern wäre ich geblieben. Ein paar Kilometer geht es am Fluß entlang, bevor wir durch blumengesäumte Pfade zum Knopfmacherfels aufsteigen. An diesem Aussichtspunkt halten Autotouristen. Am Geländer des Knopfmacherfels drängen sich viele Zaungäste um einen Blick ins Tal zu riskieren.

Nachdem wir in der Ausflugsgaststätte nebenan eine Pause machten und einen Kuchen mit dem Namen „Donauwelle“ verspeisten, ging es auf der Hochebene Richtung Stiegelefels weiter. Nach dem Abstieg holte uns der Bus in Fridingen ab. Wir waren im Frühsommer im Donautal. Ich komme ganz bestimmt nochmal im Herbst wenn die Buchenwälder ihre Herbstfärbung zeigen. Da freu ich mich jetzt schon.

DonauWellen Wanderwege:

  • Eichfelsen – Panorama: Diese Runde führt in weitem Bogen, bergauf bergab rund um das Kloster Beuron. Länge 12,5 Kilometer, Wanderzeit 4 Stunden.
  • Donaufelsen – Tour: Sie ist mit 15,4 Kilometer die längste DonauWelle. Schöne Aussichtspunkte, eine Höhle und im Frühjahr herrlich blühende Mager- und Trockenwiesen am Wegesrand.
  • Kraftstein – Runde: Führt im Frühling über blühende Heide- und Wiesenlandschaften. Ausblicke auf Burganlagen und Ruinen. 10,7 Kilometer, Dauer 3 Stunden.
  • Klippeneck – Steig: Steiler Anstieg zum Klippeneck mit grandiosen Fernblicken zum Albtrauf. 9,3 Kilometer, Gehzeit 3,5 Stunden.
  • Donauversinkung: Besondere, weltweit einmalige geologische Kuriosität. Die Donau versinkt in Klüften des Karstgesteins und läuft unterirdisch zwölf Kilometer bis zur Aachtopfquelle und von dort zur Nordsee. 13 Kilometer und 4 Stunden Gehzeit.

 


Bootstour auf der jungen Donau


Donatal-junge Donau-kanukurs
Foto © Andreas Riedmiller Kanukurs – Vorbereitung zur Bootsfahrt
Sannah lacht
Foto © Andreas Riedmiller Vorfreude
Das Kanu wird vom Stapel gelassen.
Foto © Andreas Riedmiller Stapellauf
Donautal Kanu - Profis bleiben cool
Foto © Andreas Riedmiller Profis bleiben cool
Schöne ruhige Bootsfahrt auf der jungen Donau.
Foto © Andreas Riedmiller Natur pur – Kanufahrt auf der jungen Donau.
Junge Donau - Paddeln nicht vergessen
Foto © Andreas Riedmiller Ursula lässt sich treiben
Donautal mit Zug - wie eine Spielzeuglandschaft.
Foto © Andreas Riedmiller Donautal wie in einer  Eisenbahn-Spielzeuglandschaft.
Junge Donau Kanufahrt
Foto © Andreas Riedmiller Junge Donau – Natur pur
Deftige Brotzeit wartet
Foto © Andreas Riedmiller Es muss nicht immer Kuchen sein

Kanufahrt

Den Abschluss unserer dreitägigen Tour bildete eine Kanufahrt von Beuron-Hausen nach Beuron-Thiergarten. Aus der Flussperspektive sieht man die Landschaft besonders urspünglich – Natur pur. Das Donautal und Wanderungen auf allen fünf DonauWellen-Premiumwegen sind sehr zu empfehlen. Ich komme wieder, ganz sicher, sehr wahrscheinlich schon im Herbst zum  Indiansummer.

Mein Tipp Tieringen

In Eigeninitiative bauten Mitglieder des Heimatvereins diese Einrichtungen:

  • 32 Kilometer Wanderwege zu Aussichtspunkten mit mehr als 80 Ruhebänken
  • Ein Waldlehrpfad mit 70 Hinweistafeln und Feuerstellen
  • Drei Schutzhütten: im Langen Tal, am Hörnle und auf dem Härdtle
  • Ein Wanderparkplatz und drei Brunnen
  • Ein Barfußpfad mit einem Kilometer Länge, mit Streuobstwiese und Insektenhotel

Der schmucke und liebevoll hergerichtete Erholungsort Tieringen liegt in einem ruhigen Seitental der Alb und fügt sich harmonisch in die Landschaft des Albtraufs ein. In Ortsnähe sind viele Wanderwege ausgebaut, sogar mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar. Mitglieder des Wandervereins geben Tipps wo die schönsten Aussichtspunkte und lohnenswerte Pfade entlang des Alptraufs sind. Es gibt „Ausblickrunden“ zu den 1000er Hügeln wie dem Tieringer Hörnle, zum Rappenstein, Lochenstein oder zum Schafberg. Daneben parkähnliche Landschaftsstrukturen mit herrlichen Mager- und Trockenweisen, wie die Hülenbuchwiese am Tieringer Hörnle und Wachholderheiden. Die Mädels und Jungs des Heimatverein Kohlraisle e.V.kümmern sich ehrenamtlich um Landschaftspflege, sie schaffen Erholungseinrichtungen und fördern das Brauchtum. Das Selbstversorgerhaus Kohlraisle liegt in reizvoller Lage am Ursprung der Schlichem und wird an Schulklassen, Wander- oder sonstige Gruppen vermietet. Gerne können Sie sich zur Sonnenaufgangswanderung des Wandervereins anschließen.


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Hotel Traube Revival in Wurmlingen
Foto © Andreas Riedmiller Wir übernachteten hier- Hotel Traube Revital in Wurmlingen.

Donauwellen_Kanufahrt_01

 


Mein Dank gilt allen Mitwirkenden und Baden-Württembergtourismus für die Einladung und Organisation.

Kommentare

  1. Wir kennen bisher die Donau vor allem auf ihrem Weg von Regensburg über Passau nach Wien und Bratislava. Es sieht so aus, als ob auch ihr Beginn sehr sehenswert ist. Die Fotos machen auf jeden Fall neugierig.

    • Liebe Monika,

      danke für Deinen Kommentar. Deutschland ist schön und die junge Donau zwischen Tuttlingen und Ulm ist ein Traum. Sie teilt sich den engen Raum zwischen den Kalkfelsen der Schwäbischen Alb mit einer Straße und der Eisenbahnlinie. Sehr gut ist diese reizvolle Region mit Zug und Fahrrad zu erkunden. Links und rechts über die Donaufelsen führen die sog. „Donauwellen – Premiumwanderwege“. Am schönsten ist es im Frühling, wenn das frische Buchengrün herauskommt. Auf den Felszinnen thronen alte Burgen und im Tal warten lauschige Biergärten und Einkehrmöglichkeiten auf den hungrigen Wanderer. Ich war mehrmals im oberen Donautal unterwegs und bin begeistert von der schönen, abwechslungsreichen Landschaft. Gruß Andreas

  2. Deine Fotos und der Texte machen mal wieder total neugierig auf die wunderbare Natur der „Jungen Donau“. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, wenn man sich nur Zeit dafür nimmt. Und ich liebe auch den Frühsommer zum Wandern, genau wie den Herbst.

    • Liebe Sabine,

      warum in die Ferne schweren wenn das Gute liegt so nah? Das obere Donautal ist sehr reizvoll. Die Donautalbahn fährt im Stundentakt und bringt Touristen von Ulm nach Tuttlingen. Langsam schlängelt sich der Bummelzug um die Donaufelsen herum. Am Fenster zieht die Landschaft vorbei, man sieht auf den Felszinnen Burgen und Ruinen stehen, Schloß Sigmaringen, das Benediktinerkloster Beuron, kleine Dörfer und Wälder. Das obere Donautal ist die ideale Region um einmal kurz auszusteigen und Natur zu schnuppern. Schön zu erwandern sind die „Donauwellen“ – das sind sechs, vom deutschen Wanderverband zertifizierte Wanderwege. Sie sind jeweils gut an einem Tag bergauf, bergab zu begehen. Gruß Andreas

  3. Ich bin ein absoluter Fan von der Schwäbischen Alb. Bisher kenne ich allerdings nur den Norden und Westen. Nun weiß ich, dass ich mir in diesem Sommer auch mal das Donautal anschauen sollte. Es scheint, als könne man da richtig viel Natur genießen, ohne dass es überlaufen wäre.

    • Liebe Antje,

      die Schwäbische Alb bietet viele Möglichkeiten für Menschen die sich an Natur und Landschaft erfreuen. Bootfahrten auf der oberen Donau ist etwas reduziert worden, da die Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden müssen. Es gibt eine landschaftliche Vielfalt wie sonst nirgends. Viele geologische Besonderheiten wie Karsthöhlen, Karstquellen, Dolinen gibt es zu sehen. Radwege führen entlang der Donau. Die schönsten Wanderwege Deutschlands führen über die Donaufelsen. Entlang der Traufkante hat man herrliche Aussichtsplätze und bekommt Einblicke in die Urgeschichte. Wege führen vorbei an blühenden, artenreichen Kalkmagerwiesen, wie auf den Hossinger Wiesen auf dem 1000 Meter hohen Tieringer Hörnle. Wer sich vorher einwenig informiert findet Gasthöfe und lauschige Biergärten zur Einkehr und zur Rast. Mit einem Urlaubsziel in nächster Nähe kann Urlaub zum Genuss werden. Gruß Andreas

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